Kommentar : K-Frage ohne Bedeutung

Eine Klärung der K-Frage wäre so wichtig, weil... ja, weil... ja, warum eigentlich? Wundern über die Kuranyi-Debatte in Deutschland.

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Ganz Fußballdeutschland bangt weiter. Nach dreitägiger Klausursitzung im Schwarzwald verkündete Bundestrainer Joachim Löw, erst Ende April darüber zu entscheiden, ob er den für Schalke 04 stürmenden Kevin Kuranyi begnadigt und in den WM–Kader beruft. Dabei wäre eine Klärung der K-Frage so wichtig, weil... ja, weil... warum eigentlich?

Ob Kuranyi nun mit nach Südafrika fährt oder nicht - Wohl und Wehe der WM-Mission werden nicht davon abhängen. Kuranyi mag ein guter, ja ein sehr guter Bundesliga-Stürmer sein. 18 Saisontreffer künden davon. Doch das ist Konkurrent Stefan Kießling ebenfalls, der wie zum Beweis die gleiche Anzahl an Toren erzielt hat. Und Lukas Podolski und Miroslav Klose (je zwei Saisontreffer) mögen in der Bundesliga eine Schaffenskrise haben. Doch in der Nationalmannschaft treffen sie im Schnitt in jedem zweiten Spiel. Kuranyi traf in seinen 52 Länderspielen in jeder dritten Partie. Er ist kein Neuling mehr, man weiß was man international von ihm erwarten kann. Ein Wayne Rooney, Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi, der das Niveau einer ganzen Mannschaft alleine auf eine höhere Stufe heben kann, ist er nicht. Zumal Löw, anders als sein Vereinstrainer Felix Magath, wohl kaum das ganze Spiel auf den 28-Jährigen zuschneiden wird.

Für Löws Ansehen und Glaubwürdigkeit mag die Entscheidung in der Causa Kuranyi eine gewisse Relevanz haben, sportlich hat sie eher eine geringe. Kuranyi ist sicher nicht schlechter als seine Konkurrenten Kießling, Podolski, Klose oder Cacau. Aber eben auch nicht besser.

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