Kommentar : Saison mit Verlängerung

Alles neu und doch alles wie gehabt? Benedikt Voigt wundert sich über das Déjà-vu mit der Bundesliga nach dem ersten Spieltag der Saison.

Benedikt Voigt

Wir sind nicht ganz sicher, ob das alles seine Richtigkeit hatte mit den Meldungen aus der Fußball-Bundesliga in der Sommerpause. Elf Trainer sollen in der Liga neu angefangen haben, hieß es, 150 frische Spieler sollen in die Liga gekommen sein, knapp 180 Millionen Euro sollen die Vereine für sie ausgegeben haben. Und was hat sich dadurch verändert? Nichts.

Nach dem ersten Spieltag der neuen Saison ist alles wie gehabt. Fast möchte man glauben, die vergangene Saison ist in die Verlängerung gegangen: Gladbach spielt nett, verschenkt aber den Sieg. Der VfL Wolfsburg hat eine Mannschaft zusammen, die Meister werden kann. Hat sich ja kaum was geändert in Wolfsburg, vom Trainer mal abgesehen. Mehr ist bei Hertha BSC passiert, gleich drei Identifikationsfiguren sind gegangen – und trotzdem siegen die Berliner in der gleichen effizienten, aber unattraktiven Manier wie in der Spielzeit 08/09.

Oder nehmen wir Bremen: Eine Mannschaft, die einiges verspricht, vor allem nach dem Pokalsieg zu Saisonende. Und was passiert? Wie in der vergangenen Bundesligasaison patzt die Abwehr, wie in der vergangenen Saison enttäuscht Bremen seine Anhänger, mit einem 2:3 gegen Frankfurt. Dagegen wird Hoffenheim eine gute Rolle in der Liga spielen, das kann man nach dem 1:1 gegen Bayern sagen, auch wenn noch 33 Spieltage zu absolvieren sind. Und überhaupt, die Bayern. Spielten ordentlich, zumal drei bis vier Leistungsträger fehlten. Halten sich in der Tabelle hinter Wolfsburg auf, aber Uli Hoeneß verspricht, dass sich das in Kürze ändern werde und die Bayern vorne wegmarschieren werden. Das hat er in der vergangenen Saison auch gesagt.

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