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Kommentar zu Alba und der Euroleague : Weiche Faktoren, hartes Geld

27.06.2013 15:15 Uhrvon
Alba darf in der kommenden Saison nur zuschauen, wenn sich die Großen in der Euroleague die Hände geben.Bild vergrößern
Alba darf in der kommenden Saison nur zuschauen, wenn sich die Großen in der Euroleague die Hände geben. - Foto: dpa

Bayern München erhält für die kommende Saison eine Wildcard für die Euroleage - und Alba Berlin nicht. Unser Autor Christoph Dach kritisiert die schon seit Jahren undurchsichtige Wildcard-Vergabe.

Alba Berlin spielt also in der kommenden Saison nicht in der Euroleague. Sportlich über die Bundesliga ohnehin nicht qualifiziert, erhalten die Berliner Basketballer anders als im letzten Jahr auch keine Wildcard für den Wettbewerb. Die soll nun Bayern München bekommen.

Vordergründig sagt das Folgendes aus: Alba Berlin verliert weiter an Attraktivität und fällt hinter die Bayern zurück, nicht nur national und sportlich, sondern auch im internationalen Ansehen. Die Verbände sind nicht mehr von Albas Halle begeistert, sondern von der Münchner Medien- und Marketingpräsenz.

Weitaus schlimmer: Die Euroleague ist sportlich nicht ernst zu nehmen.

Nicht, was die Qualität der Teams angeht, sondern die Seriosität der Regularien. Was hieß es nicht immer, dass es klare Kriterien für eine Wildcard gäbe, Rankings, Punkte, die man durch Siege in Europa erringen könne. Und kaum weiche Faktoren.

Der FC Bayern hat in den vergangenen Jahrzehnten genau einmal europäisch gespielt: 2011/12 im Eurocup, mit einer Wildcard. 2012/13 war man sich sogar zu schade, an der drittklassigen Eurochallenge teilzunehmen. Zur Belohnung dürfen die Bayern nun im besten Wettbewerb mitspielen? Und Albas Top-16-Siege, die doch ein Argument für eine Wildcard oder gar eine A-Lizenz sein sollten? Wertlos.

Es entscheiden nur weiche Faktoren, die Geldscheine, die sind das härteste Argument. Klar, mit attraktiven Teams im Wettbewerb steigert der Randsport Basketball auch seine Aufmerksamkeit. Aber mit diffusen Wildcardvergaben zerstört er seine Glaubwürdigkeit, das wiegt weitaus schlimmer. Das gilt übrigens auch für all die Wildcards, die Alba schon bekam.

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