Kommentar zu Michael Preetz' Vertragsverlängerung : Manager des Moments

Hertha BSC steht so sportlich so gut da wie seit dem Amtsantritt von Michael Preetz 2009 nicht mehr und verlängert mit dem Manager um weitere vier Jahre. Aber kann man deshalb sagen, die Bilanz von Preetz sei ausgeglichen und er fange wieder bei null an? Ein Kommentar.

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Haben derzeit gut lachen: Hertha-Trainer Jos Luhukay (links) und Manager Michael Preetz. Foto: imago
Haben derzeit gut lachen: Hertha-Trainer Jos Luhukay (links) und Manager Michael Preetz.Foto: imago

Vier Jahre darf Michael Preetz von nun an noch die Geschicke von Berlins größtem Fußballklub lenken. Das ist noch einmal so lange, wie er das bisher tat. In dieser Zeit konnte er sich den Ruf als bester Zweitligamanager erwerben. Ihm ist es gelungen, nach zwei Abstiegen aus der Bundesliga jeweils direkt wieder dorthin aufzusteigen. Muss man erst einmal schaffen – beides.

Nun erhält Preetz eine neue Chance, zu beweisen, dass er auch Bundesliga kann.

Die vorzeitige Vertragsverlängerung fällt in eine Zeit, da Hertha auf Platz vier steht. Auf diesem Platz hatte er Herthas Geschäfte 2009 von seinem Vorgänger Dieter Hoeneß übernommen. Macht der Kopf die Rechnung mit, wonach Preetz jetzt quasi bei null anfängt?

Nur der Kopf, der möchte. Die Bilanz von Preetz als Manager ist von wechselhaftem Erfolg geprägt. Herthas sportliche Bilanz bleibt unverrückbar mit seinem Namen verbunden wie seine vielen Tore für den Klub. Beide Abstiege, vor allem wie sie zustande kamen, haben den Klub mehr Geld und Ansehen gekostet, als die Aufstiege einbringen konnten. Preetz als Gesamtverantwortlicher hat dafür Kritik eingesteckt. Und so darf er sich jetzt auch die positive sportliche Entwicklung mit Trainer Luhukay anheften. Preetz ist so etwas wie der Manager des Moments.

Hertha BSC setzt bewusst auf – ja auf was eigentlich? Auf Bewährtes? Das darf sich jeder aussuchen. Der Moment spricht für Preetz, dessen bester Moment es bisher wiederum war, den Vertrag mit Luhukay verlängert zu haben. Mit diesem Trainer, das zeigt die Vergangenheit, laufen die Geschäfte fast von allein.

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