Sport : Konkurrenz macht stark

Beim Pokalsieg der Füchse Berlin in Schwerin beeindrucken die Rechtsaußen

Hartmut Moheit

Berlin - Da ist es wieder gewesen, das eigentlich alte, aber wieder neue Gefühl bei Markus Richwien. Nach zuletzt einigen Spielen der Füchse Berlin als Bankdrücker durfte der 23-Jährige im Pokalspiel bei Post Schwerin diesmal vom Anpfiff an die Rechtsaußenposition besetzen. Und es lief sehr gut für Richwien, zum 30:22 der Füchse steuerte er fünf Tore bei. „Wichtig war, dass die ersten Würfe saßen“, sagt er zu seinem Auftritt in den ersten 30 Minuten. Mit drei Treffern war aber auch sein Dauerkontrahent, René Boese, der zu Saisonbeginn zum Stammspieler aufgestiegen war, im zweiten Abschnitt nicht viel schlechter. „Über den Konkurrenzkampf auf dieser Position kann ich mich nur freuen“, sagt Trainer Jörn-Uwe Lommel und fordert: „Wir brauchen mehr davon, auf allen Positionen.“ So sind ihm die Rollen auf Linksaußen und im Tor derzeit zu eindeutig verteilt.

Da beide Rechtsaußen von Lommel ihre Chancen bekommen, verläuft der sportliche Kampf um die Nummer eins sehr fair ab. „Wir beide haben uns doch schon in der Juniorenauswahl darum gestritten“, erzählt Boese. Noch in der vorigen Saison war er kurz vor dem Aufgeben und wollte die Füchse verlassen. Jetzt hat er den Kampf wieder voll angenommen, Auch für Richwien, der es in der vergangenen Saison sogar schon zum Nationalspieler gebracht hatte, ist diese neue Situation in erster Linie leistungsfördernd. „Ja, zuletzt musste ich mich mit der Reservistenrolle begnügen“, sagt er, „aber nur wer sich aus einem Tief wieder herauskämpft, kann dabei zu neuer Stärke finden.“

Auseinandersetzungen dieser Art brauchen die Füchse in ihrem derzeitigen Entwicklungsstadium. Ein wenig träumen sie ja davon, Ende der Saison über den Pokal ins internationale Geschäft zu kommen. Aber noch wissen sie nicht, auf wen sie am 22. Oktober in der dritten Runde treffen werden. Fest steht nur der nächste Bundesliga-Gegner. Am kommenden Dienstag spielen sie beim SC Magdeburg, dem ehemaligen Verein von Markus Richwien. Hartmut Moheit

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