Konstant inkonstant : Eisbären verlieren 2:5 gegen Nürnberg

Es war das letzte Heimspiel vor den Play-offs, aber die Generalprobe ging komplett daneben: Die Eisbären verloren gegen Nürnberg mit 2:5 und müssen nun wieder um den Heimvorteil im Viertelfinale bangen.

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Wenige Spiele vor den Play-offs geht es im Eishockey im Normalfall intensiver zu, schließlich ringen dann die meisten Teams um eine gute Ausgangsposition für die Endrunde. In Berlin aber waren am Dienstagabend nur die unermüdlich anfeuernden 13 100 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof in ansprechender Form.

Auf dem Eis boten die Eisbären auch in ihrem letzten Heimspiel der Hauptrunde eine seltsame Vorstellung. Das Nachholspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers lässt nur den Rückschluss zu, dass der Deutsche Meister wohl kaum in Bestform in die am 20. März beginnenden Play-offs gehen wird. Gegen die Franken gab es nach einer indiskutablen Leistung im Schlussdrittel ein 2:5 (0:0, 1:1, 1:4). "Das war ein ganz schlechtes Spiel. Da gibt es keine Diskussion", sagte Kapitän André Rankel. Durch die Niederlage rutschen die Eisbären in der Tabelle auf Platz vier ab, der Heimvorteil für das Viertelfinale ist vor den Auswärtsspielen am Wochenende in München und Straubing in Gefahr.

Constantin Braun hatte am Sonntag nach dem 5:4 gegen Wolfsburg verlautbart, dass er „die Schnauze voll“ habe angesichts so vieler merkwürdiger Spiele seines Teams. Gegen Wolfsburg hatten die Eisbären einen Vier-Tore-Vorsprung verspielt und dann glücklich gewonnen. Von erster Situation waren sie diesmal weit entfernt, von einem Sieg auch. Und es lag nicht allein daran, dass Braun aufgrund einer Schnittverletzung am Knöchel fehlte.

Lief nicht. Trainer Don Jackson.
Lief nicht. Trainer Don Jackson.Foto: dapd

Nürnberg war die aktivere Mannschaft und kam nach 32 torlosen Spielminuten im Powerplay zum Führungstreffer durch Eric Chouinard. Die Franken, als Tabellenachter im Kampf um einen Pre-Play-off-Platz, waren nur einmal zu eifrig: Nach einem Missverständnis in ihrer Defensive durfte Travis Mulock das 1:1 für die Eisbären erzielen. Im letzten Drittel spielte Nürnberg aber sehr konzentriert. Zu konzentriert für die Eisbären. Chouinard, Jason Jaspers und Yan Stastny trafen für die Ice Tigers und das Spiel war gelaufen. Daran änderte das Anschlusstor durch Jamie Arniel nichts, Dusan Frosch schoss noch das 5:2 für Nürnberg.

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