Kooperation : Doping-Task-Force von drei Sportverbänden vereinbart

Der Deutsche Leichtathletik-Verband, die Deutsche Triathlon-Union und der Bund Deutscher Radfahrer wollen eine Doping-Task-Force ins Leben rufen. Ziel ist der Wissensaustausch zwischen den Verbänden.

Frankfurt/Main - "Wir wollen in dieser Arbeitsgruppe unsere Erfahrungen zu diesem Thema austauschen", erklärte der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands, Clemens Prokop. Dies solle keine ständige Einrichtung sein, sondern ein Gremium, das je nach Anlass zusammenkommen soll. "Wir hoffen, dass auch noch andere Verbände dazu kommen", sagte Prokop.

Obwohl die drei Verbände sich auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am vergangenen Wochenende in Weimar mit seiner Forderung nach einem Anti-Doping-Gesetz nicht durchsetzen konnten, will der DLV das Engagement dafür nicht aufgeben. "Wir kämpfen weiter. Die Halbwertzeit der Beschlüsse von Weimar reicht sowieso nur bis zum nächsten Dopingfall", sagte Prokop. Auf der DOSB-Versammlung wurde ein Zehn-Punkte-Aktionsplan gegen Doping verabschiedet, aber der Besitzstrafbarkeit und einer umfassenden gesetzlichen Regelung eine Absage erteilt. (tso/dpa)

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