Sport : Korrektur einer kleinen Panne

Ferrari und Schumacher dominieren das Qualifying

Karin Sturm

Weltmeister Michael Schumacher und Ferrari haben die alte Hierarchie in der Formel 1 wieder hergestellt. Im ersten Qualifying zum Großen Preis von Malaysia, das bekanntlich nun die Startreihenfolge für das eigentliche Abschlusstraining am Samstag bestimmt, dominierte Schumacher klar: 0,7 Sekunden vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello, fast eine Sekunde vor Juan-Pablo Montoya im BMW-Williams. Kimi Raikkönen und David Coulthard (beide McLaren-Mercedes) belegten die Plätze vier und fünf. „Wir hatten heute einen Super-Tag“, sagte Schumacher, „wir hatten eine sehr gute Abstimmung, und meine Runde hat absolut gepasst.“

BMW-Motorsportchef Mario Theissen war vor allem zufrieden, weil es trotz der Hitze bisher keine Probleme mit den BMW-Motoren gab. Bei McLaren-Mercedes ist man dagegen vorsichtig optimistisch. David Coulthard sagte: „Unser Auto ist auf jeden Fall im Rennen besser als im Qualifying – das war in der Vergangenheit auch schon so. Dass die Ferrari schnell sind, überrascht mich nicht. Ferrari ist immer noch das Team, welches das Tempo vorgibt, aber man hat gesehen, dass halt auch bei denen mal was schief geht.“ Mercedes-Sportchef Norbert Haug sagte: „Unsere Ausgangsposition ist nicht schlecht, aber Ferrari setzt nach wie vor die Maßstäbe."

Zufrieden mit dem ersten Trainingstag konnten die Sauber-Piloten Nick Heidfeld und Heinz-Harald Frentzen sein: Platz sieben und Platz acht bei einem Rennen, das für das Sauber-Team dank ihres malaysischen Sponsors Petronas quasi ein Heimspiel ist. Heidfeld sagte: „Wir haben große Fortschritte gemacht, die Richtung stimmt.“

BMW-Pilot Ralf Schumacher, der teamintern immer stärker in die Kritik gerät, hatte erneut Grund zum Ärger: wieder fast eine Sekunde Rückstand auf seinen Teamkollegen Montoya. Schumacher landete nur auf dem 13. Platz. Damit bestätigte er die Kritik an ihm, denn seine Chefs werfen ihm vor, weniger als Montoya zu arbeiten. Schumacher: „Ich bin nicht zufrieden, aber ich kann mir den Rückstand nicht so richtig erklären.“

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