Sport : Kraftschonende Übung

SCC-Volleyballer erreichen gegen Volley Dogs das Halbfinale

Karsten Doneck

Berlin. Mancher Spieler vom SC Charlottenburg soll nach einer harten Trainingseinheit weitaus erschöpfter gewesen sein als gestern nach dem Spiel gegen die Volley Dogs Berlin. Dabei stand gegen den Lokalrivalen aus Hellersdorf doch immerhin das Play-off-Viertelfinale auf dem Programm. Aber die Volley Dogs konnten den Deutschen Meister nie ernsthaft in Verlegenheit bringen. Sie hatten schon das erste Spiel in eigener Halle 0:3 verloren und steigerten sich auch in der zweiten Partie in der Sömmeringhalle nicht. Wiederum 3:0 (25:17, 25:14, 25:22) siegte der SCC, beendete das Viertelfinale (Best of three) damit vorzeitig und steht nun im Halbfinale gegen den letztjährigen Endspielgegner Bayer Wuppertal. Die erste von maximal drei Partien findet am Mittwoch in Wuppertal statt.

Beim SC Charlottenburg hielt sich nach Spielschluss die Freude in Grenzen. „Mir war das zu sehr kraftschonend. Man muss doch in den Play-offs auch ein bisschen mehr herausgefordert werden, sonst besteht die Gefahr, dass der Spielrhythmus verloren geht“, kritisierte SCC-Manager Kaweh Niroomand. Die Leichtigkeit des Siegens ist eben auch nicht jedermanns Sache.

Über die gesamte Spieldauer konnte das Ziel der personell auf allen Positionen weitaus schwächer besetzten Volley Dogs allein darin bestehen, die Satzergebnisse halbwegs erträglich zu gestalten. Erfreulich für den SCC: Die Mannschaft nutzte die Gelegenheit, um ihr zuletzt stark verbessertes Aufschlagsspiel weiter zu verfeinern, und Nationalspieler Marko Liefke nähert sich auch langsam wieder der Verfassung, mit der er die Charlottenburger in der vorigen Saison zum Meistertitel geführt hatte.

Kaweh Niroomand, der Manager, bleibt indes skeptisch. Er warnt: „Am nächsten Mittwoch in Wuppertal kommt etwas ganz anderes auf uns zu. Ich hoffe, dass unsere Mannschaft da vom Psychologischen her umschalten kann.“

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