Krankenstand : Hertha: Kacar und Pantelic fehlen in Wolfsburg

Die beiden Stammspieler werden wohl auch am Wochenende im Auswärtsspiel beim VfL ausfallen. Immerhin: Cicero kehrt nach seiner Sperre zurück.

Stefan Hermanns
PanteMütze
Spitzenstimmung? Nein, aber Spitzenreiter. Pantelic inmitten frierender Fans. -Foto: ddp

Berlin - Mitten im Berliner Winter scheint bei Hertha BSC der Frühling ausgebrochen zu sein. Das liegt weniger an der Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga als an der funktionierenden Rasenheizung. Selbst nach dem Dauerschneefall vom Montag ist der Trainingsplatz satt grün, die Sonne scheint: So macht die Arbeit Spaß. „Super“, sagt Herthas Trainer Lucien Favre über die Winterlandschaft, die ihn an seine Schweizer Heimat erinnert. „Aber in zwei Tagen ist der Schnee wieder weg.“ Die Tabellenführung der Berliner wird auf jeden Fall länger halten.

Mindestens bis zum Wochenende, bis zum Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg, bleibt Hertha ganz oben. „Wir sind realistisch“, sagt Favre über die Tabellenführung. „Wir müssen weiter hart arbeiten. Wolfsburg ist eine Top-Mannschaft in der Bundesliga.“ Vor allem vor eigenem Publikum. Wolfsburg ist zu Hause seit April des vergangenen Jahres ungeschlagen, von den neun Heimspielen dieser Saison hat der VfL acht gewonnen.

Die Personalsituation bei Hertha hat sich etwas entspannt. Lukasz Piszczek und Len nart Hartmann trainieren wieder, und auch Sofian Chahed macht in der Reha erfreuliche Fortschritte. Allerdings muss Favre in Wolfsburg erneut auf Gojko Kacar (Achillessehnenbeschwerden) und wohl auch auf Marko Pantelic (Knöchelverletzung) verzichten; beide absolvieren derzeit weiterhin nur ihr Rehaprogramm. So kehrt nur der Brasilianer Cicero nach seiner Gelbsperre wieder in die Mannschaft zurück. Für Favre heißt das, dass er einen Spieler aus dem Siegerteam auf die Bank setzen muss. Eine unangenehme Situation? „Es ist gut, dass wir Konkurrenz haben“, sagt der Schweizer.

Nur keine falsche Aufregung. Die Berliner versuchen im Trubel um die Tabellenführung die Ruhe zu bewahren. „Die Stimmung ist normal“, sagt Torhüter Jaroslav Drobny. Lucien Favre ist sich selbst als Trainer des Spitzenreiters nicht für niedere Dienste zu schade. Als die Spieler gestern nach dem Training schon in der Kabine waren, ging Favre noch einmal über den Platz, um die Löcher im Rasen zu stopfen. Stefan Hermanns

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