Krawalle : Zwanziger will kein Spielverbot für Dynamo Dresden

Was tun mit Regionalligist Dynamo Dresden, bei dessen Spielen es ständig zu Ausschreitungen kommt? DFB-Präsident Zwanziger ist jedenfalls gegen ein Spielverbot, das einer "Vernichtung" gleich käme.

Dynamo Foto: dpa
Hort der Gewalt? Bei Dynamo-Spielen kommt es immer wieder zu Krawallen. -Foto: dpa

HamburgDFB-Präsident Theo Zwanziger hat ein von der Polizeigewerkschaft gefordertes Spielverbot oder gar den Ausschluss von Dynamo Dresden aus der Fußball-Regionalliga strikt abgelehnt. "Mein Maß wäre erst voll, wenn ich feststellen würde, dass die Verantwortlichen bei Dynamo nicht versuchen würden, dieses Problems Herr zu werden", sagte Zwanziger der "Sport-Bild". Die Einstellung bei den Sachsen habe sich geändert, "man distanziert sich deutlich von den gewaltbereiten Gruppen. Vorher hat man sie immer ein bisschen hofiert", sagte der DFB-Chef.

Auch der Bau eines neuen, sichereren Stadions lässt Zwanziger optimistisch in die Zukunft schauen: "Deshalb kann ich im Moment nicht sagen, dass wir einen Klub vernichten müssen, der das im Rahmen seiner Möglichkeiten Nötige tut."

In Dresden war es Ende Oktober bei einem Landesliga-Spiel der zweiten Dynamo-Mannschaft gegen den 1. FC Lok Leipzig erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen. Anschließend waren 229 Personen festgenommen worden. Gegen zwei von ihnen wurde Haftbefehl erlassen. Aktuell ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei in sieben Verfahren gegen 22 Tatverdächtige. (mit dpa)

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