Krebsleiden : Handball-Legende Erhard Wunderlich gestorben

Der frühere deutsche Handball-Nationalspieler Erhard Wunderlich ist am Donnerstag im Alter von 55 Jahren an einem Krebsleiden gestorben. Einst galt er als der beste Handballspieler der Welt.

Der Deutsche Erhard Wunderlich (l.) versucht mit einem Sprungwurf über die dänische Deckung zum Torerfolg zu kommen beim Olympischen Turnier in Los Angeles am 8.8.1984.
Der Deutsche Erhard Wunderlich (l.) versucht mit einem Sprungwurf über die dänische Deckung zum Torerfolg zu kommen beim...Foto: dpa

Der deutsche Handball trauert um Erhard Wunderlich. Der Weltmeister von 1978 starb am Donnerstag im Alter von 55 Jahren. Wie seine Frau Pia der Nachrichtenagentur dapd bestätigte, erlag der Weltmeister von 1978 im St. Hildegardis Krankenhaus in Köln einem Krebsleiden. Wunderlich hinterlässt zwei Kinder aus erster Ehe. Er soll in seiner Heimatstadt Augsburg beigesetzt werden.

Wunderlich war 1978 mit nur 21 Jahren jüngster Spieler der Weltmeister-Mannschaft von Vlado Stenzel. Der Rückraumspieler, der 140-mal im Nationaltrikot auflief, gehörte zu den größten Spielern, die der deutsche Handball je hervorgebracht hat.

In seiner Zeit beim VfL Gummersbach von 1976 bis 1983 gewann Wunderlich alles, was es zu gewinnen gab. In seinen letzten beiden Jahren im Trikot der Bergischen sicherte er sich auch den Titel des Torschützenkönigs. Mit dem Triumph im Europapokal der Landesmeister 1983 verließ Wunderlich schließlich Gummersbach in Richtung FC Barcelona. Zu der Zeit galt er als bester Spieler der Welt.

1984 ging es schließlich zurück in die Bundesliga zum TSV Milbertshofen, bevor er seine Karriere beim VfL Bad Schwartau (1989 bis 1991) ausklingen ließ. Danach war „Sepp“, wie er gerufen wurde noch bis 1993 in Milbertshofen als Manager tätig und holte dabei immerhin den Europapokal der Pokalsieger an die Isar. Zuletzt lebte Wunderlich mit seiner zweiten Frau Pia, die zwei Kinder mit in die Ehe brachte, in Bergisch Gladbach.

Der Tod von Wunderlich sorgt in der Handball-Welt für Betroffenheit. Der Deutsche Handballbund trauere um den Jüngsten der Weltmeister von 1978, schrieb der Verband auf seiner Internetseite. „Ich war sehr geschockt, als ich das gehört habe“, sagte Heiner Brand, Wunderlichs ehemaliger Mitspieler beim VfL Gummersbach und im Nationalteam. „Sepp war im Angriff das größte Talent, das wir je in Deutschland hatten. Er besaß ein unglaubliches Potenzial.“

Wunderlich war am Donnerstag im Alter von 55 Jahren nach einer Krebserkrankung gestorben. 1999 hatte der 140-malige Nationalspieler die Ehrung als Handballer des Jahrhunderts in Deutschland erhalten. (dapd/dpa)

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