Sport : Krethi spielt Fußball

Helmut Schümann

über erfreuliche Fehlplanung in der Champions League Da muss irgendetwas schief gelaufen sein in den Planungskommissionen des europäischen Fußballs . Man mag das ja sportlich sehen, wenn sich die Herrschaften von Real Madrid heute mit Wisla Krakau rumärgern müssen, und die von Manchester United und Juventus Turin und Inter Mailand und der FC Liverpool mit anderen Krethis und Plethis des Fußballs. Aber ist das eine Planungssicherheit? Nicht auszudenken, wenn die Granden der Champions League schon in der Qualifikation ausscheiden. Was etwa, wenn der FC Liverpool scheitert? Soll dann etwa der Grazer AK in der obersten europäischen Klasse Geld scheffeln dürfen? Ösis? Und auch noch im Arnold-Schwarzenegger-Stadion? (Vorab: Für diesen Unfall der Geschichte sind Formulierungen wie „die Muskeln spielen lassen“, schon jetzt auf den Index zu setzen).

Eigentlich sollten solche Widrigkeiten des Sportes doch ausgeschlossen werden. Eigens dafür hatten die Planer doch den Begriff Champion aufgeweicht und ausgedehnt auf die Tabellenzweiten, also die Verlierer, der nationalen Meisterschaften. Aber dass nun eine ganze Phalanx der größten, besten, schönsten, reichsten, wichtigsten, unbesiegbarsten Klubs Europas nicht mal diese kümmerliche Voraussetzung erfüllten in der abgelaufenen Saison, damit hatten sie nicht gerechnet. Das sind ja Verhältnisse wie früher, im ganz alten Europapokal, in dem es keine Setzlisten gab, aber die Stars gegen MTK Vörös Lobogo, Stade Düdelingen oder Petrolul Ploesti anzutreten hatten. Sind wir wieder so weit? So ohne Geldgarantie? Wäre ja wunderbar.

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