Sport : Krise ohne Konsequenzen

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Da sage noch einer, Alba Berlin stecke in der Krise. Der Deutsche Meister ist in der Euroleague ausgeschieden und liegt in der Bundesliga nur auf Platz fünf. Es wird ein bisschen gemeckert und über mangelnden Kampfgeist der Spieler geschimpft. Doch sonst tut sich herzlich wenig. Trainer Emir Mutapcic wird nicht gefeuert, die Spieler sind noch alle da. Ganz anders geht es da in Wroclaw zu, wo Alba heute (18 Uhr) in der Euroleague antritt. Auch die Polen haben die Zwischenrunde verpasst - und reagiert. In Jasmin Repesa ist der dritte Trainer in dieser Saison entlassen worden. Der neue Coach ist der aus der vergangenen Saison, Andrej Urlep. Die Stars Einikis und Fetissow sind nach Athen und Moskau gewechselt.

Auch mehrere Alba-Spieler waren zuletzt im Ausland im Einsatz - allerdings nur zu EM-Qualifikationsspielen mit ihren Nationalteams. Das deutsche Team ist der EM-Teilnahme durch Siege in Mazedonien und Kroatien einen großen Schritt näher gekommen. Guten Mutes seien Pesic, Lütcke, Garris und Schultze zurückgekommen, sagt Mutapcic. Diese positive Stimmung sollen sie jetzt auch bei Alba verbreiten, damit die Mannschaft nicht noch einmal eine so indiskutable Leistung zeigt wie vor zehn Tagen im Heimspiel gegen Würzburg. Das Video von dem Spiel musste sich die Mannschaft am Montag anschauen, zur Abschreckung quasi. Die verletzten Spieler Henrik Rödl und Teoman Öztürk haben das Mannschaftstraining aufgenomen. Einer trat die Reise nach Wroclaw gestern hingegen gar nicht erst an: Stefano Garris hat wieder Probleme mit seinem Sprunggelenk, an dem er zu Saisonbeginn operiert worden war.

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