Sport : Kritik an Millers Forderung zur Doping-Freigabe

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Paris Die Äußerungen von Skirennfahrer Bode Miller zur Doping-Freigabe sind beim Chef der Welt-Antidoping-Agentur (Wada), Richard W. Pound, auf Unverständnis gestoßen. Pound kritisierte Miller scharf: „Das hat er wohl nicht so richtig durchdacht. Er hat seine 15 Minuten Ruhm gehabt, und er kann ja frei äußern, was er will – aber das ist unverantwortlich“, sagte der Kanadier am Dienstag in Paris.

Gesamt-Weltcupsieger Miller hatte am Wochenende am Rande der Saison-Auftaktrennen in Sölden einiges Aufsehen erregt. Der 28 Jahre alte Amerikaner erwog zunächst einen Olympia-Verzicht auf die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin und setzte sich dann für die Freigabe von Doping ein. „Ich finde es superkomisch, dass jedermann diese Mittel im Laden kaufen kann. Im Spitzensport sind sie aber illegal“, hatte Miller gesagt.

Man solle beim Blutdopingmittel Epo den Schaden mit dem Nutzen vergleichen. Mit ärztlicher Hilfe könne man das Risiko von Langzeitverletzungen verringern, behauptete der US-Amerikaner. Als „gar nicht komisch“ bezeichnete Gian-Franco Kasper, der Präsident des Ski-Weltverbandes Fis, die Ansichten von Miller. dpa

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