Kroatien : Herthas Simunic verspottet Österreich

Am Tag vor dem ersten EM-Spiel gegen Österreich sticheln die Kroaten - allen voran Josip Simunic, der Verteidiger von Hertha BSC. Doch die EM-Gastgeber bleiben gelassen: "Die Kroaten sind keine Wundermannschaft."

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Der Stänkerer. Josip Simunic sagt auch bei Hertha BSC gern mal seine klare Meinung - zur Freude der Fans.Foto: dpa

StegersbachDie Kroaten vealbern ihren ersten EM-Gegner Österreich. „Ich bin technisch besser als alle Österreicher zusammen“, spottete Innenverteidiger Josip Simunic, der beim Berliner Bundesligisten Hertha BSC unter Vertrag steht. Von einem „lächerlichen Fußball-Land“ war gar in den Medien die Rede. Kroatien spielt am Sonntag, 18 Uhr, in Wien gegen den Gastgeber der EM. Mit Robert Kovac, Mladen Petric (beide Dortmund) und Ivica Olic (HSV) stehen drei weitere Bundesliga-Profis in der Startelf.

Doch gerade Simunic und Robert Kovac haben die Österreicher als Schwachpunkte ausgemacht. „Sie sind langsam geworden“, sagte Nationalspieler René Aufhauser, „mit schnellen Spiel packen wir sie, am Boden sind sie verwundbar.“ EM-Neuling Österreich lässt sich von den verbalen Sticheleien des Gegners aber nicht beeindrucken. „Das wird ein heißer Kampf. Die Kroaten sollen nicht glauben, dass sie so leicht drei Punkte abholen können“, sagte Teammanager Andreas Herzog am Sonnabend vor der Abreise nach Wien, „sie haben ein gutes Team, aber keine Wundermannschaft.“

Die Österreicher, die in den vergangenen 18 Monaten nur zwei Spiele gewonnen und alle bisherigen drei Vergleiche gegen Kroatien verloren haben, gehen beim EM-Start in die Offensive - und mit dem Angriffsduo Roland Linz/Erwin Hoffer auf Torejagd. „Wir wollen die Kroaten mit unseren aggressiven und spritzigen Stürmern unter Druck setzen, dürfen aber nicht naiv nach vorne stürmen“, kündigte Kapitän Andreas Ivanschitz an. „Wir müssen die Balance zwischen Draufgehen und kompakt Stehen finden“, sagte Kotrainer Herzog. Der Ex-Bundesligaprofi von Werder Bremen und Bayern München warnte aber vor „zu viel Übermut. Wir müssen auch das Hirn einschalten.“ (AG/dpa)

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