Sport : Kromm – und sonst nichts?

Volleyball-Bundesligist SC Charlottenburg setzt auf Kontinuität

Karsten Doneck

Berlin. Kaweh Niroomand hat sich in dieser Woche in Österreich aufgehalten. Während seine Kollegen von den anderen Volleyball-Bundesligisten längst die Personalplanungen für die nächste Saison vorantreiben, konnte der Manager des SC Charlottenburg ganz beruhigt Ski laufen. „Bei uns besteht kein allzu großer Handlungsbedarf, das Grundgerüst steht“, sagt Niroomand, angesprochen auf mögliche Verstärkungen für die nächste Saison.

Der SCC hat vorgebaut. Mit den Spielern, deren Verträge am Ende der vorigen Saison ausliefen, wurde gleich um zwei Jahre verlängert, also auch mit Marko Liefke. Und ein junger Mann wie Eugen Bakumovski, der seinerzeit neu hinzukam, wurde auch gleich bis 2004 an den Verein gebunden. „Das verschafft uns den Vorteil, dass wir mit einer eingespielten Mannschaft in die nächste Saison starten können“, sagt Niroomand. Im Volleyball hängt der Erfolg weitaus weniger von der individuellen Klasse einzelner Spieler ab, sondern vielmehr von der spielerischen Harmonie des Gesamtgefüges.

Dennoch ruhen sich die Charlottenburger nicht aus. Ihr Wille, den VfB Friedrichshafen als deutschen Dauer-Meister mal abzulösen, ist ungebrochen. So spielen beim SCC mit Andrei Urnaut und Milorad Kovac zwei Akteure sozusagen auf Bewährung. „Wir müssen sehen, wie sich das mit den beiden entwickelt“, sagt Niroomand. Nur wenn sie die Erwartungen erfüllen, dürfen sie bleiben. „Auf einer Position, vielleicht auch auf zweien, könnte sich bei uns etwas ändern, aber das ist das Maximum“, sagt Niroomand.

Fest ins Auge gefasst hat der SCC als Neuverpflichtung den beim VC Olympia spielenden Außenangreifer Robert Kromm. Der 18-Jährige gilt als eines der größten Talente im deutschen Volleyball. Wie stark Kromm ist, davon kann sich der SCC morgen (15 Uhr) ein Bild machen, wenn der VC Olympia zum Bundesliga-Lokalderby in der Sömmeringhalle aufkreuzt.

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