Sport : Kuerten muss jetzt um seinen Platz an der Spitze bangen

Der Wachwechsel an der Spitze der Tennis-Weltrangliste steht unmittelbar bevor. Gustavo Kuerten ist beim Masters Cup in Sydney ausgeschieden und kann nun die Position der Nummer eins verlieren. Aber nicht an Andre Agassi: Der frisch gebackene Vater darf nach dem 3:6, 4:6 gegen den Franzosen Sebastien Grosjean zu Ehefrau Steffi Graf und Sohn Jaden Gil heimfliegen. Der Titelverteidiger Gustavo Kuerten hatte am Donnerstag das Halbfinale mit 6:7 (3:7), 2:6 gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero verpasst.

Online-Gaming Spiel, Satz und Sieg: Der Pong-Klon von meinberlin.de Großer Gewinner des Tages war damit Lleyton Hewitt, obwohl der Lokalmatador gar nicht auf dem Platz stand. Mit einem Erfolg über seinen australischen Kumpel Patrick Rafter könnte der 20-Jährige aus Adelaide am Freitag zum jüngsten Spitzenreiter seit Einführung der Computer-Weltrangliste 1973 avancieren. Voraussetzung dafür ist aber, dass Kuerten seine letzte Partie gegen Olympiasieger Jewgeni Kafelnikow verliert. Wie Hewitt und Grosjean schaffte der Russe am vierten Spieltag den Einzug ins Halbfinale. Kafelnikow gewann 6:3, 6:4 gegen den Wimbledon-Champion Goran Ivanisevic, der an diesem Freitag gegen Juan Carlos Ferrero um den letzten Halbfinal-Platz beim mit 3,7 Millionen Dollar dotierten Jahresabschluss spielt.

Kuerten nahm seinen wahrscheinlichen Sturz vom Thron mit der ihm eigenen Gelassenheit. "Sollte Hewitt es schaffen, hätte er es sehr verdient. Er war der beste Spieler auf der Tour in den vergangenen zwei, drei Monaten", sagte Kuerten. "Wenn ich die Nummer zwei oder drei sein sollte, wäre das auch nicht so tragisch. Es ist auf jeden Fall toll, wieder so weit vorn zu sein, deswegen brauche ich mir nicht den Kopf zu zerbrechen."

Der dreimalige Gewinner der French Open kommt in der diesjährigen Hallensaison einfach nicht in Fahrt und hat seit seinem Viertelfinal-Aus gegen Kafelnikow bei den US Open sieben der folgenden acht Partien verloren. Sein erstes Spiel in Sydney hatte der 25-Jährige gegen Ivanisevic knapp verloren. Gegen Ferrero ließ Kuerten vor 5000 Schulkindern vor allem sein Aufschlag im Stich.

Kafelnikow benötigte nur 66 Minuten zum fünften Erfolg im 15. Duell über seinen Angstgegner Ivanisevic. Der Russe tat sich dabei wesentlich leichter als bei seinem hauchdünnen Auftakterfolg über Ferrero. "Es war wahrscheinlich mein bestes Spiel gegen ihn", urteilte Kafelnikow. Drastischer beschrieb es Verlierer Ivanisevic: "Ich kann mich nicht erinnern, dass mir jemand derartig in den Hintern getreten hat. Das tat entsetzlich weh. Ich hatte nie mit diesem niederschmetternden Ergebnis gerechnet."

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