Sport : Kuranyi am Knie operiert

Der Nationalstürmer fehlt mindestens vier Wochen

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Gelsenkirchen - Kevin Kuranyi wird lange ausfallen. Der Nationalstürmer musste am Mittwoch in Augsburg wegen eines Meniskuseinrisses am linken Knie operiert werden. Der erfolgreichste Schalker Torschütze wird dem Tabellenvierten der Bundesliga mindestens vier Wochen lang fehlen. Bei Komplikationen könnte sich die Zwangspause sogar noch verlängern, aber auch so war die Nachricht ein Schock für Schalke 04 und Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

„Er soll sich keine Sorgen machen, er spielt weiter eine wichtige Rolle in unseren WM-Planungen“, sagte Jürgen Klinsmann am Mittwoch in Florenz. Er wollte noch vor dem Länderspiel am Abend gegen Italien, für das er den 35-maligen Nationalspieler nach zuletzt schlechten Leistungen nicht nominiert hatte, mit Kuranyi persönlich Kontakt aufnehmen. „Wir wünschen ihm gute und schnelle Besserung.“

Klinsmann hatte Kuranyi nach dessen zwei Toren im Uefa-Cup gegen Espanyol Barcelona sowie am vergangenen Wochenende in der Bundesliga gegen Nürnberg bereits wieder fest eingeplant für das Länderspiel in drei Wochen in Dortmund gegen die USA. „Er hat super reagiert und ist auf dem richtigen Weg“, sagte der Bundestrainer. Nun kann Kuranyi aber vor der Nominierung des 23-köpfigen WM-Kaders kein Länderspiel mehr absolvieren, weil vorher nur noch das Spiel gegen die USA auf dem Plan steht.

Schalke trifft die Verletzung momentan wesentlich härter als die Nationalelf. „Er war gerade in einer Phase, in der er gut drauf war“, sagte Teammanager Andreas Müller. Er plant Kuranyi höchstens noch für die Endphase der Meisterschaft ein. „Wir hoffen, dass er bei optimalem Heilungsverlauf noch die letzten vier bis sechs Bundesliga-Spiele für uns spielen kann. Aber so schmerzhaft das für uns ist, wir werden ihn nicht unter Druck setzen“, sagte Müller.

Schalkes Teamarzt Thorsten Rarreck hatte Kuranyi zur sofortigen Operation geraten, nachdem dieser nach dem Training am Dienstag über heftige Schmerzen im Gelenk geklagt hatte. „Bei konservativer Behandlung hätte die Gefahr bestanden, dass das Knie noch größeren Schaden nimmt“, sagte Schalkes Teamarzt Thorsten Rarreck. Als einziger Schalker war Kuranyi in dieser Saison bisher in allen 23 Bundesliga-Spielen zum Einsatz gekommen. Er erzielte acht Treffer.

Im DFB-Team konnte er dagegen nicht überzeugen. Nachdem er im ersten Spieljahr unter Klinsmann noch mit zehn Toren der erfolgreichste Torschütze gewesen war, gelang ihm in der laufenden Spielzeit in sechs Spielen kein Tor. dpa

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