Sport : Kuranyi und Gomez sollen stürmen

Palma de Mallorca - Bei der deutschen Nationalmannschaft sind für den letzten EM-Test alle Spieler fit. Auch die zuletzt angeschlagenen Bayern-Profis Marcell Jansen und Bastian Schweinsteiger können heute gegen Serbien zum Einsatz kommen. Bundestrainer Joachim Löw wird gegen Serbien wohl in Grundzügen schon die Formation aufbieten, die beim Turnier in Österreich und der Schweiz spielen soll. Das hatte Mannschaftskapitän Michael Ballack auch zuletzt gefordert. Eine Umstellung zum weitgehend misslungenen Test am Dienstag gegen Weißrussland (2:2) wird es heute beim Spiel in Gelsenkirchen im Sturm geben: Kevin Kuranyi und Mario Gomez werden angreifen, Lukas Podolski und Miroslav Klose dafür wohl nur zuschauen. Kotrainer Hans Flick sagte, dass es klar sei, dass Kuranyi vor seinem Schalker Heimpublikum spielen darf.

Der Gegner ähnelt in seiner Spielweise sehr dem deutschen EM-Vorrundengegner Kroatien – die Serben sind also ein guter Sparringspartner für die Deutschen. „Wir erwarten eine gute Mannschaft, die uns nochmal alles abverlangt“, sagte Michael Ballack. „Das brauchen wir.“ Nicht sicher war am Freitag, ob die Serben mit Marko Pantelic, dem Stürmer von Hertha BSC, antreten. Bei Serbiens 1:2-Niederlage am Mittwoch gegen Russland schoss Pantelic das einzige Tor für seine Mannschaft. „Wir werden spielen, als ob es sich um ein Qualifikationsspiel handelt, und als ob unser Gastgeber der Gruppenstärkste wäre“, kündigte Pantelic an.

Auf Seiten der Serben, die in der EM-Qualifikation an Portugal und Polen scheiterten, steht besonders Nationaltrainer Miroslav Djukic gegen Deutschland unter Druck. Zwei Jahre nach dem 0:6-Desaster bei der WM 2006 gegen Argentinien in der Schalker Arena wird das Testspiel an gleicher Stelle zur Bewährungsprobe für den 42-Jährigen. Der Nachfolger des Spaniers Javier Clemente hat seit seinem Amtsantritt im Dezember vier Spiele absolviert, aber noch keinen Sieg errungen. Ausgerechnet am Ort des größten serbischen Fußball-Debakels ist Djukic bereits in Not. Nach der Niederlage gegen Russland äußerte sich Djukic wenig optimistisch: „Uns fehlt die Härte und das Zusammenspiel in der Verteidigung.“ Tsp

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