Sport : Kurpfalz zu stark für Costa Rica Deutscher Auftaktgegner blamiert sich beim 2:3

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Sandhausen - Costa Rica hat auch seinen letzten Test vor dem Eröffnungsspiel zur Weltmeisterschaft gegen Deutschland verloren. Die Mittelamerikaner unterlagen am Donnerstagabend in Sandhausen einer Kurpfalz-Auswahl 2:3 (1:2). Die Blamage für den WM-Teilnehmer wurde nur dadurch etwas abgemildert, dass Nationaltrainer Alexandre Guimaraes bis auf Torhüter Jose Porras keine Stammspieler einsetzte. Von den Ersatzspielern konnte sich jedenfalls keiner für einen WM-Einsatz empfehlen. „Ich habe die zweite Mannschaft spielen lassen, um die Phase der Beobachtung abzuschließen“, sagte Guimaraes nach der vierten Testspiel-Niederlage in Folge. „Für mich ist jetzt klar, wer gegen Deutschland spielen wird.“ Die vorhergehenden drei WM-Vorbereitungsspiele hatte Costa Rica ebenfalls verloren und dabei kein Tor erzielen können: 0:2 gegen eine Katalonien-Auswahl, 0:4 gegen die Ukraine und 0:1 gegen Tschechien.

Gegen die Mannschaft, die aus Spielern des Regionalligisten TSG Hoffenheim, des Oberligisten SV Sandhausen und des nordbadischen Verbandsligisten FC Astoria Walldorf bestand, enttäuschte die B-Formation Costa Ricas restlos. Tomislav Maric, der früher in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg spielte und jetzt in Hoffenheim kickt, konnte seine Mannschaft zwei Mal in Führung bringen (4. und 13. Minute). Costa Ricas Stürmer Kurt Bernard glückte vor 9 500 Zuschauern im Hardtwaldstadion immerhin der zwischenzeitliche Ausgleich (11.), bevor der Walldorfer Matteo Monetta nach einer Stunde zum 3:1 traf. Danach resignierten die Costa-Ricaner und kamen durch Alvaro Saborios Foulelfmeter in der Schlussminute nur noch zum Anschlusstreffer.

Fehlgeschlagen ist auch Alexandre Guimaraes’ Experiment mit einem offensiveren Spielsystem. Der Trainer hatte die Ausrichtung nach dem Test gegen Tschechien umgestellt und erstmals zwei Stürmer aufgeboten. Trotzdem spielte sich seine Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit kaum Chancen heraus. Gegen Deutschland am 9. Juni in München will Guimaraes folgerichtig wieder mit einer Dreier-Abwehrkette, einem Sechser-Mittelfeld mit nur zwei Kreativspielern sowie einer Sturmspitze antreten.dpa

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