Sport : KURVEN Diskussion

Heute mit Kommentaren von unserer Sonderseite www.tagesspiegel.de/em2008:

Zu Hans-Christian Ströbeles Essay „Ich hänge mir trotzdem kein Fähnchen ans Fahrrad“ und zu „Abseits oder nicht“, der „Kleinen Regelkunde“ zum umstrittenen

ersten Tor der Holländer gegen Italien.

Ich würde mich nicht mal als Patrioten bezeichnen, aber bei einem so harmlosen Spektakel wie die EM eine derartige Aversion gegen deutsche Fähnchen an den Tag zu legen, ist für mich nur noch kindisch-paranoid. Scheint aber bei vielen orthodoxen Alt-Linken ein weitverbreitetes Krankheits-

symptom zu sein.

coldplay19

Auch mir wurde bei der WM etwas mulmig, als ich all die vielen Deutschland-Fahnen an den Fassaden der Altbauten sah - wie eine ungute Überblendung schlich sich das Hakenkreuz ein. Meine Eltern - Jahrgang 1918 und 1922 - hielten faschistoides Denken bis zuletzt für legitim. Das machte mir Bauschschmerzen. Ich bin erst 1960 geboren - und erlebte den harten Konflikt des älteren Bruders in den 68ern mit den Eltern: ein Albtraum. Heute habe ich zu einer gelassenen Haltung gefunden und freue mich, wenn wir Deutschen ein Nationalbewusstsein haben, das auch andere Nationalitäten respektiert.

andrea

„Die Fahne wurde mir ins Gesicht geschwenkt und ständig die Dinger hinten an mein Fahrrad drangehängt.“ Irgendwie wartet man jetzt doch regelrecht darauf, dass im Fußballstadion im Chor gerufen wird: „Ströbele, wir wissen, wo dein Fahrrad steht!“

kritischerdenker

Wenn man sich die Kommentare hier so durchliest, merkt man, dass Ströbele vollkommen Recht hat!

guybrush

So lange der Spieler das Spielfeld nicht ohne Erlaubnis des Schiedsrichters verlässt gehört er zum Spielgeschehen dazu, ganz gleich ob Absicht oder nicht. Das legt schlüssig dar, warum es sich hierbei nicht um ein Abseitstor gehandelt hat, sondern Panucci das Abseits aufgehoben hat. Die Regel sollte jedoch schleunigst deutlicher formuliert werden.

jackaubrey

Wenn das tatsächlich der Wortlaut der Regel ist, dann hätte das Tor nicht zählen dürfen. Denn nach dem Wortlaut wird hier eindeutig dolus directus (Absicht) verlangt. Der Abwehrspieler hatte aber offensichtlich nicht die Absicht, Gegenspieler ins Abseits zu stellen. Sondern er wurde bei einer Abwehraktion gegen seine Absicht aus dem Spielfeld gestoßen. Er hätte wegen des schnellen weiteren Verlaufs auch nicht die Möglichkeit gehabt, sich wieder in das Spielfeld hinein zu begeben bevor das Tor fiel.

konstanz

Ist das nicht alles egal?? Hauptsache ist doch, dass die Italiener verloren haben!!!

Yippieehhhhh!!!!!!

atzeinberlin

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