Sport : Kurz vor dem Klassenerhalt Gladbach – Schalke 2:0

Andreas Morbach

Frank Rost hatte zunächst Besseres zu tun als Kommentare zum 0:2 seiner Schalker bei Borussia Mönchengladbach abzugeben. Viel wichtiger war der dicke blaue Fleck, den ihm der Gladbacher Vaclav Sverkos eine Minute vor dem Halbzeitpfiff am rechten Unterarm mit seinen Stollen hinterlassen hatte. Und am allerwichtigsten war dem Torwart der Gruß an die früheren Kollegen. „Erst einmal Gratulation an Werder Bremen“, sagte Rost – und es sah so aus, als würde in diesen Tagen nicht nur der Bremer Stürmer Ailton seine Entscheidung für den FC Schalke 04 gerne revidieren.

Rost wechselte vor zwei Jahren von der Weser ins Ruhrgebiet, und seit gestern steht fest, dass ihn auch am Ende dieser Saison maximal das fragwürdige Vergnügen UI-Cup erwartet. Nach der Sverkos-Attacke gegen Rost entschied Schiedsrichter Florian Meyer auf Strafstoß, Sverkos verwandelte. Jupp Heynckes haderte nachher mit dem Schiedsrichter und der dürftigen leistung seines Teams beim Torschuss. „Wenn man schon benachteiligt wird, muss man wenigstens seine Torchancen nutzen“, klagte Schalkes Trainer. Zu Beginn fehlte seiner Elf auch vor dem eigenen Tor der Überblick: Nach 59 Sekunden profitierte Gladbachs Markus Hausweiler von der Konfusion in der Gäste-Verteidigung und traf zur frühen Führung.

Holger Fach war der fußballerisch dürftige Auftritt seines Teams angesichts des näher rückenden Klassenerhalts egal. „Der Spielverlauf war für uns wie gemalt“, strahlte Gladbachs Trainer und sagte: „Es gibt in dieser Liga keine Mannschaft, die ein größeres Herz hat als meine. Und deswegen wird sie auch die Klasse halten.“

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