Kurz vor dem nächsten Schock : Eisbären gewinnen nur mühsam in Augsburg

Bei den Augsburger Panthern hatten die Eisbären am Sonntag ein neues Schock-Erlebnis: Nach dem ersten Drittel stand es 3:0 für Augsburg, letztendlich gelang den Berlinern aber der erste Sieg seit dem 6. Februar.

Michael Klein

Vor einem Jahr beendeten die Augsburger Panther mit einem 6:2 im fünften Viertelfinale frühzeitig den Traum von der dritten Meisterschaft der Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga in Folge. Am Sonntag drohte beim gleichen Gegner zwischenzeitlich ein neues Schock-Erlebnis: Nach dem ersten Drittel stand es 3:0 für Augsburg, letztendlich gelang den Berlinern beim 4:3 (0:3, 2:0, 1:0, 1:0) nach Penaltyschießen aber der erste Sieg seit 6. Februar.

Nach zuvor vier Niederlagen in Folge schien der Tabellenletzte Augsburg, der auf den verletzten DEL-Topscorer und mutmaßlichen Eisbären-Neuzugang Darin Olver verzichten musste, genau der richtige Aufbaugegner. Dennoch verlief der erste Abschnitt völlig einseitig – und zwar anders als gedacht: Zwischen der 9. und der 15. Minute nutzte Augsburg drei Hinausstellungen zu drei Überzahltoren. Und die fehlende Gegenwehr der Berliner verhieß wenig Gutes.

Zum zweiten Drittel ging Kevin Nastiuk für den bemitleidenswerten Rob Zepp ins Tor – und blieb ohne Gegentreffer. Zwar vergaben die Eisbären sieben weitere Powerplays, allerdings verwandelte Alexander Weiß einen Penalty (25.), und nur drei Minuten später traf Florian Busch sogar zum 2:3. Der Lohn von 52 Torschüssen, davon gleich 23 im zweiten Abschnitt, war der Ausgleich durch Derrick Walser fünfeinhalb Minuten vor dem vermeintlichen Ende. Im Penaltyschießen sorgte Steve Walker für den Zusatzpunkt, weil sich Nastiuk auch hier nicht mehr bezwingen ließ.

„Wir machen gerade harte Zeiten durch, und wenn man 0:3 zurück liegt, hat man in der Kabine einiges zu sagen. Wir haben ein paar Kleinigkeiten vor allem in unserem Unterzahlspiel angepasst und sind so zu einem absoluten Charakter-Sieg gekommen", sagte Eisbären-Trainer Don Jackson. Michael Klein

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