Kurzbahn-EM : Schwimmer wecken Hoffnungen

Deutschlands Schwimmer haben zum Auftakt der Kurzbahn-EM in Helsinki schon in den Vorläufen hohe Erwartungen geweckt. Titelverteidigerin Janne Schäfer legte über 50 Meter Brust in 30,86 Sekunden die Richtzeit vor.

Helsinki - Auch Vorjahressieger Thomas Rupprath (Hannover) greift an: Der 47fache internationale Medaillengewinner nahm als Dritter über 100 m Schmetterling (51,92) auf der letzten Bahn das Tempo raus - und will jetzt mehr: "Da hat nichts gefehlt. Das war sehr zufriedenstellend." Die Männer-Lagenstaffel über 4 x 50 m ging nach 1:34,94 Minuten erneut auf Goldkurs.

"Das war ganz okay dafür, dass es auf Rücken zuletzt nicht so gut lief", kommentierte die WM-Zweite Antje Buschschulte (Magdeburg) ihre 58,89 Sekunden über 100 m Rücken und Vorlauf-Platz zwei hinter Frankreichs Topstar Laure Manaudou (58,51). Buschschulte: "Das hat sich wie Schwimmen angefühlt." Kurzbahn-Weltmeisterin Janine Pietsch (Ingolstadt/1:00,39 Minuten) war als Achte für das Halbfinale ungefährdet. Vorlauf-Vierte über 200 m Schmetterling wurde Annika Mehlhorn (Baunatal). Helge Meeuw (Wiesbaden) startete über 200 m Rücken ebenfalls als Vierter in den Endlauf.

Neuling Sonja Schöber überzeugt

Jens Schreiber (Hannover/22,03) und Steffen Deibler (Biberach/22,10) schwammen in das Halbfinale über 50 m Freistil, auf das Schreiber wegen seines Staffel-Starts verzichtete und den Weg für den eigentlich ausgeschiedenen Marco di Carli (Frankfurt/Main) frei machte. EM-Neuling Sonja Schöber aus Dortmund überzeugte im Brust-Sprint über 50 m als Dritte. Paul Biedermann (Halle/Saale), EM-Dritter von 2005, mühte sich über 400 m Freistil als Achter in den Endlauf. Daniela Samulski (Wuppertal) als Vierte und Meike Freitag (Frankfurt/Main) als Sechste qualifizierten sich für die Vorentscheidung über 100 m Freistil.

Michael Schubert (Bayreuth/50 m Freistil), Jens Thiele (Hamburg), Kamil Kasprowicz (Hannover/beide 200 m Lagen), Jenny Mensing (Wiesbaden/100 m Rücken), Robert Könneker (Dortmund), Yannick Lebherz (Darmstadt/beide 200 m Rücken), Nina Schiffer (Bonn/200 m Schmetterling), Jens Kruppa und Johannes Neumann (beide Riesa) über 100 Meter Brust, Katharina Schiller (Hildesheim/200 m Lagen) sowie Robin Backhaus (Berlin/400 m Freistil) schieden aus.

Europas Spitze ist der Anspruch

2005 in Triest hatte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV), der nach der Absage der kranken Weltrekordlerin Britta Steffen (Berlin) und des Wuppertalers Steffen Driesen noch 39 Athleten an den Start schickt, Europas Top-Team gestellt. "Das ist wieder unser Anspruch. Schließlich ist Helsinki die letzte internationale Meisterschaft vor der WM im März in Melbourne", nahm Sportdirektor Örjan Madsen seine Schwimmer wieder in die Pflicht. (Von Dietmar Fuchs, dpa)

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