Sport : Kurzbahn-WM: Chinesische Mauern auf der Eisbahn

Chinas Eisschnellläufer haben bei den 25. Kurzbahn-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Tschondschu ein Titel-Festival gefeiert. Während das Team aus dem Reich der Mitte zu acht von zehn möglichen Goldmedaillen lief, kamen die deutschen Starter erwartungsgemäß über Plätze im Mittelfeld nicht hinaus.

Am Sonntag gab es für den Rostocker Arian Nachbar noch einen versöhnlichen Ausklang nach seinem unglücklichen Aus über 1500 m und seiner bitteren Disqualifikation über 500 m. Der 24-jährige EM-Dritte über 1000 m kam auf dieser Distanz zwei Mal eine Runde weiter und bezwang dabei den Olympia-Dritten von 1994, Nicky Gooch aus Großbritannien, und überraschend auch Europameister Bruno Loscos aus Frankreich. Erst im Viertelfinale schied der 24-Jährige nur knapp geschlagen aus.

"Auch wenn das nicht mehr zu einem besseren Mehrkampf-Rang reichte, dürfte ihm dies das Selbstvertrauen geben, das er in der Olympiasaison unbedingt benötigt", sagte Bundestrainer Jürgen Dennhardt aus Dresden. "Arian hat das Vermögen, unter die Top Ten der Welt zu laufen, manchmal fehlte ihm nur noch ein wenig Erfahrung und Cleverness." Im Mehrkampf kam der Rostocker Arian Nachbar auf Platz 28 unter 50 Läufern, direkt dahinter landete sein Klubkamerad André Hartwig.

Bei den Frauen kam die Dresdnerin Christin Priebst nach einem überstandenen Magen-Darm-Infekt in der Weltmeisterschafts-Woche ebenfalls nicht über Platz 29 hinaus. Yvonne Kunze, die 1999 mit Platz acht für das bisher beste deutsche WM-Resultat gesorgt hatte und gleichfalls in Dresden trainiert, fehlte diesmal wegen einer noch nicht auskurierten Fußverletzung.

Bei den Frauen errang die 24-jährige Yang Yang A ihren fünften Short-Track-Mehrkampftitel in Folge. Mit insgesamt viermal Gold und einmal Silber war die Chinesin die mit Abstand erfolgreichste Teilnehmerinder Titelkämpfe. Bei den Männern holte sich der 25 Jahre alte Chinese Li Jiajun die im Vorjahr verlorene Mehrkampf-Krone vom Südkoreaner Min Ryong wieder zurück. Die chinesische Phalanx durchbrachen nur der Kanadier Marc Gagnon über 1500 m und die US-Männerstaffel.

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