Sport : Kurze Hosen statt knapper Bikinis - hauptsache, es ist schicklich

Einige australische Beachvolleyballerinnen haben sich über die strengen Regeln des Internationalen Verbandes hinweggesetzt: Sie erschienen bei den am Dienstag beginnenden australischen Meisterschaften statt in knappen Bikinis einfach in kurzen Hosen.

Die Kleidervorschriften des Internationalen Beachvolleyverbands hatte bereits im vergangenen Jahr für Ärger unter den weiblichen Spielerinnen gesorgt: Der Verband hatte damals verfügt, dass Spielerinnen einen Bikini tragen müssen, dessen Höschen an der Seite nicht breiter als sechs Zentimeter sein darf. Männliche Volleyballer müssen kurze Hosen tragen, die mindestens 20 Zentimeter über dem Knie enden. Jetzt ist der australische Beachvolleyballverband von dieser Regelung abgerückt und hat erlaubt, dass die Spielerinnen und Spieler beim Beachen tragen können, was sie wollen - solange es nur "schicklich" ist.

Natalie Cook, Australiens beste Beachvolleyballerin, hielt sich allerdings am Dienstag an die offizielle, internationale Kleiderordnung und erschien ganz regelkonform im Bikini am Manly Beach in Sydney. Aber nur, weil es so heiß war, wie Cook gleich betonte. "Wenn es geregnet hätte, hätte ich Leggings angezogen", sagte die australische Sportlerin.

Der australische Verband werde sich dafür einsetzen, dass die Kleidungsvorschriften auch bei den Olympischen Sommerspielen gelockert werden: "Wir machen uns ein bisschen Sorgen wegen des Spiels in Sydney morgens um neun Uhr. Da wird es ein bisschen kalt sein." Schließlich findet das Spiel im September statt, wenn also in Australien noch Winter herrscht.

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