Sport : Kurzer Auftritt

SCC-Neuzugang Perosevic muss bald wieder gehen

Karsten Doneck

Berlin - Jan Günther fiel nach einer Meniskusoperation monatelang aus, das Vertrauen in Felix Fischers Qualitäten hielt sich in Grenzen. Der SC Charlottenburg, Deutscher Volleyball-Meister, stand kurz vor Saisonbeginn vor einem Problem. In Aleksandar Spirovski nur über einen gelernten Mittelblocker zu verfügen, das schien für das ehrgeizige Vorhaben, sowohl in der Champions League als auch in der Bundesliga eine gute Rolle zu spielen, etwas zu knapp kalkuliert. Also kratzte der SCC Ende Oktober sein letztes Geld zusammen und verpflichtete Caslav Perosevic, einen Mittelblocker aus Serbien-Montenegro. Doch bis jetzt hat Perosevic den Durchbruch immer noch nicht geschafft. Auch heute (15 Uhr, Sömmeringhalle) im Spitzenspiel gegen Tabellenführer VfB Friedrichshafen wird sich daran nichts ändern.

Perosevic hatte nach seinem letzten Engagement in Griechenland ein Vierteljahr lang pausiert. „Er hat in der Zeit nur für sich alleine trainiert – und das geht nun mal im Volleyball schlecht“, sagt Marko Liefke, der Kapitän des SCC. Der Verein hatte eigentlich gedacht, in Perosevic jemand geholt zu haben, der den verletzten Jan Günther sofort ersetzen könne. Ein Irrtum. Doch das böse Wort vom Fehleinkauf mag Kaweh Niroomand nicht in den Mund nehmen. „Alle wären doch über mich hergefallen, wenn sich noch einer verletzt hätte und wir keinen Ersatz gehabt hätten“, rechtfertigt sich der SCC-Manager. Keiner konnte allerdings auch ahnen, dass sich Felix Fischer doch noch so schnell nach oben arbeiten würde. „Dadurch kam Perosevic kaum zum Einsatz“, sagt Niroomand.

Es ist nahezu sicher, dass sich der SCC nach der Saison von Perosevic wieder trennen wird. Spirovski und Fischer sollen als Mittelblocker gehalten werden, aus dem Nachwuchszentrum in Marzahn stößt mit Markus Böhme ein vielversprechendes Talent für die Position nach. Dann wäre ohnehin kein Platz mehr für Caslav Perosevic.

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