Sport : Kurzmeldungen

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FAKTEN

DopingGesetz bleibt umstritten

Der neue Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestages, Peter Rauen (CDU), hat sich skeptisch zur Ausarbeitung eines Anti- Doping-Gesetzes geäußert. „Das ist eigentlich eine Sache des Sports, aus der sich der Staat heraushalten sollte“, sagte Rauen. Allerdings wolle er sich noch mit Experten beraten. Die Sportsprecher von SPD und Grünen, Dagmar Freitag und Winfried Hermann, hatten einen neuen Anlauf für ein Gesetz, das Doping unter Strafe stellt, angekündigt. Am Mittwoch konstituierte sich der 15-köpfige Sportausschuss in Berlin und wählte den langjährigen Finanzpolitiker Rauen zum Vorsitzenden.

Neues vom Aachener Geldkoffer

In der so genannten Geldkoffer-Affäre beim Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den ehemaligen Spieler Mark Rudan erhoben. Der Australier soll gemeinsam mit den Spielervermittlern Hans Hägele und Frano Zelic sowie dem früheren Alemannia-Schatzmeister Bernd Krings den Klub um 290000 Mark (148000 Euro) betrogen haben. Gegen den ehemaligen Aachener Spieler besteht der Vorwurf des Betruges und Urkundenfälschung. Rudan hat weitgehend gestanden.

Dopingsperre für Gymnastin

Die führende ukrainische Sportgymnastin Anna Bessonowa ist wegen Dopings für zunächst zwei Monate gesperrt worden. Wie die russische Tageszeitung „Sowjetski Sport“ berichtet, wurden in einer bei Wettkämpfen im März in Frankreich genommenen Dopingprobe der Athletin Spuren des verbotenen Präparats Norephedrin nachgewiesen. Damit fällt die Gymnastin für die in dieser Woche beginnenden Europameisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik aus.

Anti-Doping-Agentur in Brasilien

Nach einer Skandal-Welle mit einer drastischen Zunahme von Dopingfällen wird Brasilien nach dem Vorbild von Deutschland eine nationale Anti-Doping-Agentur gründen. Diese Maßnahme hat der Nationale Sport-Rat beschlossen. Im laufenden Jahr wurden elf Sportler als Dopingsünder enttarnt. In den Jahren 2000 und 2001 hatte es jeweils nur einen Doping-Fall in Brasilien gegeben.

Werder will Atletico verklagen

Werder Bremen plant, den spanischen Erstligisten Atletico Madrid zu verklagen. Klubsprecher Tino Polster bestätigte, dass die Spanier den Norddeutschen seit einem Jahr noch 550 000 Dollar Ablöse aus dem Transfer des Schweizer Nationalspielers Raphael Wicky im Januar 2001 schulden.

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