Sport : Kurzmeldungen

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FAKTEN

Streit um Herthas Anstoßzeit

FußballBundesligist Hertha BSC kann sein Uefa-Cup-Hinspiel gegen den FC Fulham am Dienstag nicht wie geplant um 18 Uhr austragen. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat von ihrem Vetorecht Gebrauch gemacht und den Spielbeginn auf 17 Uhr angesetzt, da es sonst zeitliche Überschneidungen mit der Champions-League-Partie zwischen Lokomotive Moskau und Borussia Dortmund (18.45 Uhr) gäbe. Hertha sieht durch die frühere Anstoßzeit „die Fernsehübertragung in der ARD gefährdet“, sagt Manager Dieter Hoeneß. Klub und Uefa verhandeln noch über eine Lösung.

Mayer-Vorfelder kandidiert

Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, will 2004 für eine weitere Amtszeit kandidieren. Das kündigte der 69-Jährige im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ an. Die WM 2006 im eigenen Land sei ein Höhepunkt, den er als DFB-Präsident miterleben wolle.

Mängel in italienischen Stadien

Zwölf Jahre nach der Weltmeisterschaft entsprechen mehr als die Hälfte der italienischen Fußball-Stadien nicht den Sicherheits- und Bauvorschriften. In 70 von 126 Stadien werden von den Bürgermeistern und Polizeichefs vor jedem einzelnen Spiel Sondergenehmigungen erteilt. Dies sagte Italiens Minister für parlamentarische Angelegenheiten Carlo Giovanardi.

Zwei deutsche Turner weiter

Sven Kwiatkowski aus Chemnitz und der Hallenser Christian Berczes haben bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Debrecen als einzige der deutschen Männer die nächste Runde erreicht. Mit einer schwierigen Reckübung qualifizierte sich Kwiatkowski mühelos für das Halbfinale der besten 16. WM-Neuling Berczes stand seinem Kollegen an den Ringen kaum nach.

Dopingdebatte in Norwegen

Fast neun Jahre nach den zehn norwegischen Olympiasiegen im heimischen Lillehammer 1994 ist im eigenen Land eine heftige Dopingdebatte entbrannt. Nach einer am Mittwochabend ausgestrahlten Fernsehsendung soll Norwegens Skiverband vor den Spielen in Lillehammer große Mengen verbotener Medikamente, darunter anabole Steroide, bestellt haben. Der Arzt Helge Oftebro sagte, er habe bei Athleten Erkrankungen behandelt, die auf Doping zurückzuführen seien. In einem von vielen Zeitungen abgedruckten „offenen Brief“ protestierten Langlauf-Olympiasieger Bjørn Dæhlie und andere Sportler gegen die Dopingvorwürfe.

Hockey-WM ohne Topteams

Die 1. Hallenhockey-Weltmeisterschaft in Leipzig vom 5. - 9. Februar 2003 findet ohne die asiatischen Spitzenmannschaften statt. Pakistan, Indien und Südkorea haben keine Starterlaubnis des Weltverbandes erhalten, weil es keine asiatischen Hallen-Meisterschaften gibt. Spaniens Herren-Nationalmannschaft, Zweiter der Hallen-EM, und das Damen-Team aus Neuseeland sagten ab.

Olympiazweite tot

Die frühere 800-m-Läuferin Kim Gallagher (USA) ist im Alter von 38 Jahren gestorben. Die Olympiazweite von 1984 erlag den Folgen eines Schlaganfalls. 1995 war bei Gallagher Magenkrebs diagnostiziert worden.

KOMMEN UND GEHEN

Baumann verlängert bis 2003

Frank Baumann hat seinen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen um drei Jahre bis 2006 verlängert. Der Nationalspieler hatte auch Anfragen von Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund. Er wäre am Saisonende ablösefrei gewesen.

Stiel bleibt in Gladbach

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat den Vertrag mit Torwart Jörg Stiel vorzeitig um ein Jahr bis 2004 verlängert. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt.

Pantani will Comeback mit Ullrich

Der italienische Radstar Marco Pantani hofft auf ein Comeback mit Jan Ullrich. Nach Angaben der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ denkt Pantani an einen Wechsel ins CSC-Team von Bjarne Riis, mit dem bereits Jan Ullrich im Gespräch ist. Riis ist noch auf der Suche nach einem Kosponsor. Laut „Gazzetta dello Sport“ könnte sich Pantanis Sponsor Mercatone Uno bewerben.

LETZTE MELDUNG

Hubschrauber sucht Trainer

Ein Fußballspiel zweier B-Jugendmannschaften endete am Mittwochabend in Monheim (Rheinland) mit einer Schlägerei und dem Einsatz eines Polizeihubschraubers. Nach einem Foulspiel prügelten sich Spieler, Trainer und Zuschauer, insgesamt 40 Personen. Der Trainer des Gästeteams flüchtete, verfolgt von wütenden Spielern und Zuschauern. Fünf Streifenwagenbesatzungen waren im Einsatz. Auf der Suche nach dem Gästetrainer setzte die Polizei einen Hubschrauber samt Wärmebild-Kamera ein. Erst drei Stunden nach der Schlägerei meldete sich der Trainer unverletzt bei der Polizei. Er hatte sich nicht aus seinem Versteck getraut.

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