Länderspiele am Mittwoch : Argentinien siegt dank Messi

Argentinien schlägt Brasilien, Matthäus verliert mit Bulgarien und die Türkei muss sich Holland knapp geschlagen gegeben. Die Testländerspiele vom Mittwoch im Überblick.

Die Argentinier feiern ihren Torschützen Lionel Messi, der gegen Brasilien das Siegtor erzielte.
Die Argentinier feiern ihren Torschützen Lionel Messi, der gegen Brasilien das Siegtor erzielte.Foto: AFP

Mit einem Last-Minute-Tor hat Lionel Messi höchstpersönlich für seinen ersten Erfolg mit Argentiniens Fußball-A-Nationalelf gegen Brasilien gesorgt. Dank des Treffers (90.+1 Minute) durch den Weltfußballer gewannen die „Gauchos“ am Mittwochabend in Doha/Katar das Freundschaftsspiel gegen den Erzrivalen mit 1:0. Bisher hatte Messi, der nach schönem Solo per Flachschuss traf, nur mit dem Olympia-Team 2008 in Peking die Brasilianer besiegen konnte.

Die erste Niederlage im dritten Spiel als Coach der bulgarischen Nationalmannschaft musste dagegen Lothar Matthäus hinnehmen. Das Team des deutschen Rekord-Nationalspielers unterlag im Freundschafts-Vergleich in Sofia dem Gast aus Serbien mit 0:1. Nikola Zigic (80.) erzielte das entscheidende Tor für den Balkan-Rivalen. In den ersten beiden Spielen unter Matthäus' Regie hatten die Bulgaren gegen Wales (1:0) und Saudi-Arabien (2:0) zwei Zu-Null-Siege eingefahren.

Derweil haben Deutschlands EM-Qualifikationsgegner unterschiedlich abgeschnitten. Die Türkei verlor 0:1 in Amsterdam gegen Vize-Weltmeister Niederlande, bei dem erneut Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (52.) für den Sieg verantwortlich war. HSV-Profi Joris Mathijsen musste verletzt vom Feld.

Österreich verlor 1:2 gegen Griechenland. Das Tor des Mainzers Christian Fuchs (67.) reichte nicht für das Austria-Team, für die Hellenen trafen Georgios Samas (49.) und Giorgios Fotakis (81.). Belgien siegte in Russland überraschend 2:0. Der 17-jährige Romelu Lukaku (2./73.) erzielte beide Tore für die Belgier, in deren Elf in Daniel van Buyten (FC Bayern München) und Timmy Simons (1. FC Nürnberg) zwei Bundesliga-Profis standen.

Auch weitere im deutschen Fußball-Oberhaus beschäftigte Akteure waren für ihre Länder erfolgreich. Der Dortmunder Robert Lewandowski (19./80.) war bei Polens 3:1 über die Elfenbeinküste mit zwei Toren der Matchwinner. Auch der Ex-Dortmunder Alexander Frei (40./62.) traf beim 2:2 gegen die Ukraine zweimal für die von Ottmar Hitzfeld betreute Schweiz, für die er möglicherweise sein letztes Heimspiel bestritt.

Der Stuttgarter Ciprian Marica (34.) erzielte beim 1:1 gegen Italien sogar beide Treffer; sein Eigentor (82.) sorgte für einen halbwegs manierlichen Jahresabschluss beim Ex-Weltmeister. In dieser Partie wurde Mario Balotelli Zielscheibe der eigenen Fans. Von rund 100 rechtsgerichteten Italienern gab es Buhrufe und rassistische Sprechchöre gegen den gebürtigen Ghanaer. Er war auch schon in seiner Zeit bei Inter Mailand öfter rassistisch beschimpft worden. Die italienischen Fans buhten auch den gebürtigen Argentinier Cristian Ledesma bei seinem Debüt für den Weltmeister von 2006 aus.

Im Duell der WM-Versager setzte sich Frankreich gegen England durch. Durch das 2:1 (1:0) im Fußball-Mutterland England sorgte die bei der Weltmeisterschaft in Südafrika peinlich in der Vorrunde gescheiterte "Equipe Tricolore" am Mittwoch wenigstens für einen versöhnlichen Abschluss eines enttäuschenden Fußball-Jahres. Karim Benzema (16.) und Mathieu Valbuena (55.) trafen für Frankreich, das ohne Bayern-Star Franck Ribéry spielte. Für die Engländer, die im WM-Achtelfinale an Deutschland gescheitert waren, änderte auch der späte Ehrentreffer von Peter Crouch (86.) nichts am verpatzten Jahresabschluss. (dpa)

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