• Länderwettkampf am Brandenburger Tor: Deutsche Leichtathleten siegen bei „Berlin fliegt"

Länderwettkampf am Brandenburger Tor : Deutsche Leichtathleten siegen bei „Berlin fliegt"

Das deutsche Trio ist am Brandenburger Tor nicht zu schlagen, der neuartige Wettkampf der Sprinter sorgt für Spannung.

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Rennen gegen die Radarpistole. Julian Reus wurde mit mehr als 40 km/h gestoppt.
Rennen gegen die Radarpistole. Julian Reus wurde mit mehr als 40 km/h gestoppt.Foto: Imago/Wells

Als Angel David Rodriguez strauchelte, ging ein Raunen durch das Publikum. Der spanische Sprinter war aus dem Tritt geraten, hatte mit dem rechten Fuß eine Bande touchiert und wäre bei vollem Tempo beinahe vom Laufbahn-Steg gestürzt. Rodriguez fing sich gerade noch einmal und winkte den Zuschauern erleichtert zu. Es blieb der einzige Schreckmoment in ansonsten heiterer Atmosphäre beim „Berlin fliegt“-Wettkampf der Leichtathleten vor dem Brandenburger Tor. Bei großer Hitze, freiem Eintritt und guter Stimmung gewann das deutsche Team aus Weitspringerin Malaika Mihambo, Sprinter Julian Reus und Stabhochspringer Tobias Scherbarth den Länderkampf vor Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien.

44,10 km/h - ein Spanier war der schnellste Sprinter

Besonders der neuartige Wettkampf der Sprinter war mit Spannung erwartet worden: Dabei kam es nicht auf die Zeit an, sondern auf die Höchstgeschwindigkeit. Das Tempo wurde per Radarpistole gemessen, am schnellsten war am Sonntag Rodriguez mit 44,10 Kilometern pro Stunde. Allerdings schien die Messung nicht ganz zuverlässig zu sein, wenige Minuten später wurden für den Spanier nur noch 37 km/h ermittelt. „Gerade im ersten Versuch war es vielleicht etwas schwankend“, sagte Reus, der mit 41,60 km/h gestoppt wurde. „Aber es hat Spaß gemacht.“

Sieggarant des deutschen Trios war Mihambo: Die Olympia-Vierte von Rio entschied alle vier Weitsprung-Durchgänge für sich und sammelte so 20 von insgesamt 46 Punkten für ihr Team. Andere Athleten taten sich mit den ungewohnten Bedingungen schwerer. Italiens Stabhochspringer Giorgio Piantella riss etwa alle seine vier Versuche. Dafür lieferte sich der 35-Jährige mit Scherbarth eine kleine Wrestling-Einlage auf der Stabhochsprungmatte, was ohnehin besser zum Nachmittag passte als eine verbissene Rekordjagd.

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