Landessportbund : "Noch nie so viele Bundeskader"

Erfolge im Spitzen- und Nachwuchs-Sport im zurückliegenden Jahr berechtigen zu Medaillen-Hoffnungen aus Berliner Sicht für die Olympischen Spielen in Peking.

Berlin - Diese Auffassung vertritt der Direktor des Landessportbundes, Norbert Skowronek. Konkret hob Skowronek im Rahmen der bereits nominierten Top 100 der Hauptstadt die Namen der Weltmeister Robert Bartko (Rad) und Torsten Engelmann (Rudern), der Ruder-Vizeweltmeisterinnen Britta Oppelt sowie Susanne Schmidt, der mehrfachen Weltrekordhalterin und Europameisterin im Schwimmen, Britta Steffen, von Ditte Kotzian und Nara Subschinski im Wasserspringen, des Hallenweltmeisters Andre Niklaus (Siebenkampf) sowie der WM-Bronzemedaillengewinnerinnen Nicole Grether und Juliane Schenkhaus im Badminton hervor.

Im Nachwuchs-Leistungssport erkämpften in diesem Jahr junge Berliner Athleten 206 deutsche Meistertitel und 63 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften ihrer Altersklassen. Der langjährige Sportdirektor verwies darauf, "dass es in den olympischen Sportarten mit 365 noch nie so viele Bundeskader in Berlin gab wie zur Zeit".

Großer Sanierungsbedarf

Skowronek kritisierte die Sportstätten-Situation: "Die notwendige Sanierung von Hallen und Plätzen schreitet nicht wie erwartet voran. Jährlich stehen dafür zwar 16 Millionen Euro zur Verfügung. Auf diesem Gebiet liegt aber noch ein weiter Weg vor uns." Sorge bereitet dem 61-Jährigen auch die Situation der Bäder: "Seit Jahren gibt es für diesen Bereich keine Sanierungsmittel. Mit jeder Havarie ist zu befürchten, dass eine weitere Schließung erfolgt". Um diese Situation zu verändern, würden laut LSB-Chef 61 Millionen Euro benötigt.

Dem LSB gehören bei leichten Zuwächsen im Jugend- und Seniorensport 560.000 Mitglieder an. 28 Berliner Mannschaften spielen in der ersten und 63 in der zweiten Bundesliga der verschiedensten Sportarten.

Zu den bevorstehenden Höhepunkten im Sportjahr 2007 zählt Skowronek das Eröffnungsspiel zur Handball-WM am 19. Januar, die Tennis-Quatar-Open im Mai, das DFB-Pokalendspiel am 26. Juni, die am 16. Juni beginnenden Weltmeisterschaften im Modernen Fünfkampf, das Istaf und den Berlin-Marathon im September, den Eisschnelllauf-Weltcup im November und den Fina-World-Cup am 1./2. Dezember. (tso/dpa)

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