Sport : Lange holt zum Abschied WM-Silber Im Viererbob ist nur Holcomb schneller

Lake Placid - Gegen Steven Holcomb hatte André Lange nicht den Hauch einer Chance. Doch nach einer durchwachsenen Saison und der Enttäuschung im Zweierbob feierte der dreimalige Olympiasieger bei seiner letzten Weltmeisterschaft einen versöhnlichen Abschied mit Silber im Vierer. Der entthronte Titelverteidiger, der mit seiner Crew Alexander Rödiger, Kevin Kuske und Martin Putze in allen vier Läufen Startbestzeiten hinlegte, hatte am Ende 97 Hundertstelsekunden Rückstand auf Holcomb. Der US-Amerikaner fuhr mit seinem schwarzen Bob mit dem Namen „Night Train“ auf seiner Hausbahn in einer eigenen Liga.

„Wir haben uns noch nie so über Silber gefreut wie jetzt. Wir genießen den Moment nur, denn wir haben alles aus diesem Schlitten herausgeholt. Mehr als Silber war bei der Überlegenheit von Steven nicht drin“, sagte der sichtlich gerührte Lange, der die Freude mit seinen Anschiebern teilte. „Die Jungs haben einen Riesenjob gemacht und die Querelen der letzten Wochen und Monate einfach abgestreift“, sagte er. Für Thomas Florschütz, der auf Rang 13 landete, lief es alles andere als rund. Erst riss im Abschlusstraining das Chassis am Schlitten, dann musste er kurz vor dem Start noch Andreas Barucha ersetzen, der über Rückenschmerzen klagte. Für ihn kam Enrico Kühn in den Schlitten, der am Sonntag wiederum von Thomas Pöge ersetzt wurde. „Wir konnten hier keine Wunder erwarten, ich war nicht vom Glück verfolgt. Langsam habe ich auch keine Lust mehr, mit solchen Geräten gegen die Weltelite anzutreten“, kritisierte er erneut das Viererbob-Material von der FES. „Wir wollen in Vancouver den besten Schlitten stellen, nicht jetzt“, konterte FES-Schlittenbauer Christoph Langen. dpa

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