Sport : Lange Weile auf Eis

Eisbären verlieren schwaches Spiel gegen Krefeld

Claus Vetter

Berlin. An einem Sonntagnachmittag im April endete für den EHC Eisbären die vergangene Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Das war in der Krefelder Rheinlandhalle, nach einem dramatischen Spiel in einer spannenden Play-off-Serie. Der Favorit Eisbären hatte sie 1:3 gegen Krefeld verloren, die Pinguine schlugen nach ihrem Triumph im Halbfinale in der Endspielserie die Kölner Haie und wurden Meister. Kaum zu glauben, dass das erst sieben Monate her ist. Jedenfalls nicht, wenn man das gestrige Spiel beider Teams im Sportforum zum Maßstab nimmt. Das war undramatisch und nach 60 überwiegend belanglosen Minuten gab es noch eine unnötige Zugabe: Die Eisbären verloren schließlich nach Penaltyschießen mit 1:2 (1:1, 0:0, 0:0/0:1).

Sicher, die Krefelder haben derzeit so ihre Probleme, standen vor der Partie am Freitag in der Tabelle nur auf Platz elf. Kein großes Wunder, haben doch fast alle guten Spieler den Klub verlassen. Lediglich fünf Akteure aus der Meistermannschaft stehen Trainer Butch Goring noch zur Verfügung. Ein kleines Wunder war aber, dass sich die Berliner gestern von der defensiven und destruktiven Krefelder Spielweise überrascht zeigten: So hatte man sie auch schon in der vergangenen Spielzeit in Berlin auftreten sehen.

In einer tempoarmen Partie glänzten vor allem die Torhüter. Einer von ihnen hieß Robert Müller, und der Krefelder Keeper hatte nur eine schwache Szene, als in der 13. Minute Berlins Stürmer Alexander Barta treffen durfte. Müllers Berliner Kollege hatte hingegen keine einzige schwache Szene, am Krefelder Ausgleichstor durch Terry Yake war Eisbären-Torwart Oliver Jonas machtlos.

In den folgenden, torlosen Dritteln erlebten 5000 Zuschauern ein langweiliges Spiel, das schließlich im Penaltyschießen entschieden wurde: Alexander Seliwanow verwandelte den entscheidenden Penalty für Krefeld. Die Konkurrenz dürfte sich über die Berliner Niederlage freuen. Denn wenn die Eisbären gestern gewonnen hätten, hätte der Tabellenführer seinen Vorsprung auf sieben Punkte ausgebaut.

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