Sport : Langer Weg, großes Ziel

Die Füchse-Handballer wollen ins Pokal-Final-Four Heute müssen sie zunächst in Potsdam antreten

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Auf die Knie
Auf die KnieFoto: picture alliance / dpa

Berlin - Lang sei der Weg, aber er habe ein sehr lohnendes Ziel. Mit dieser Aussage kommt Bob Hanning schon beinahe etwas philosophisch daher. Ausdrücken möchte der Füchse-Manager damit, dass der DHB-Pokal auch diesmal wieder schwer vorauszusagen ist, Überraschungen sind ebenso möglich wie ganz große Lose. „Finanziell lohnt er sich erst dann, wenn du letztlich das Final Four in Hamburg erreichst“, erklärt er. Knapp 120 000 Euro seien dann zu verdienen, was auch für den Berliner Handball-Erstligisten „eine schöne Entlastung des Etats“ bedeuten würde. Bisher konnte das Team von Trainer Dagur Sigurdsson nur davon träumen. Aber diesmal soll es klappen. Die erste Hürde in der zweiten Runde scheint heute beim Zweitligisten VfL Potsdam (19 Uhr, Sporthalle Heinrich-Mann-Allee) noch nicht sehr hoch zu sein.

„Auch wenn es langweilig klingt, ich denke überhaupt noch nicht an das Final Four. Für mich ist jetzt allein die Pokalaufgabe gegen Potsdam wichtig“, sagt Sigurdsson. Der Isländer wehrt sich auch dagegen, dieses Spiel als eine Vorbereitung auf die HSG Wetzlar, den nächsten Heimspielgegner am kommenden Sonntag um 17 Uhr 30 in der Schmeling-Halle, einzustufen. „Wir sind immer gut damit gefahren, uns keine großen Ziele zu stecken“, erklärt er. Im Pokalwettbewerb sei eben auch vieles von der Auslosung abhängig. In der vorigen Saison hatten die Füchse erneut kein Glück damit. Zwar konnten sie in einem mitreißenden Spiel den späteren Meister HSV Hamburg ausschalten, doch dann scheiterten sie letztlich doch am THW Kiel.

„Wir wissen aber auch, dass wir zumindest zu Hause jeden Gegner bezwingen können“, sagt Bob Hanning. Wenn es in den nächsten Runden zu Vergleichen mit Top-Gegnern komme, dann bitte wenigstens in eigener Halle vor dem leidenschaftlichen Füchse-Publikum. In Potsdam droht jedoch wenig Gefahr, zumal die bislang in der Bundesliga pausierenden Jonathan Stenbäcken und Markus Richwien nach Aussage von Dagur Sigurdsson wieder einsatzfähig sind. Potsdam war durch ein knappes 28:27 gegen Drittligist Hagen in die zweite Runde des DHB-Pokals eingezogen. In der Saisonvorbereitung hatten die Füchse das Team von Trainer Rüdiger Bones zuvor mit 38:29 besiegt. In der zweiten Bundesliga steht der VfL Potsdam derzeit mit 4:2-Punkten auf Rang sieben. „Trotzdem haben wir keinen Grund, diesen Gegner zu unterschätzen“, sagt Sigurdsson vorsorglich. Er möchte auch in diesem vermeintlich leichteren Spiel sehen, dass sich seine Mannschaft, die in der Bundesliga mit 6:0-Punkten blendend dasteht und Anfang Oktober erstmals in die Champions League einsteigt, weiterentwickelt. Vorsorglich ergänzt er noch: „Im Pokal gibt es pro Saison nur eine Chance in jeder Runde.“

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