Langlauf-Staffel : Schweden gewinnt - deutsches Quartett weit zurück

Keine Chance für die Männer-Staffel. Nach einem Sturz von Startläufer Jens Filbrich ging nichts mehr. Schweden gewann souverän und vor den Augen Wladimir Putins holte Russland die erste Langlauf-Medaille in Sotschi.

Schwedens Schlussläufer Markus Hellner hat die Fahne schon dabei - so deutlich lief er den Sieg seiner Staffel nach Hause.
Schwedens Schlussläufer Markus Hellner hat die Fahne schon dabei - so deutlich lief er den Sieg seiner Staffel nach Hause.Foto: AFP

Deutschlands Langläufer haben in ihrem letzten olympischen Staffelrennen eine Medaille klar verfehlt. Die jeweils 34-jährigen Jens Filbrich und Axel Teichmann sowie der noch zwei Jahre ältere Tobias Angerer kamen am Sonntag in Krasnaja Poljana gemeinsam mit Jungspund Hannes Dotzler (23) über 4 x 10 Kilometer nicht über Platz neun hinaus. Ein Sturz von Startläufer Filbrich warf das Quartett bereits entscheidend zurück. „Wir fahren
trotzdem erhobenen Hauptes heim“, kündigte Angerer an.

Gold holte sich das Quartett aus Schweden, das im Beisein von König Carl XVI. Gustaf seinen Olympiasieg von 2010 in Vancouver wiederholte. Mit Silber eroberten die Russen ihre erste Langlauf-Medaille in Sotschi. Bronze ging an die Staffel aus Frankreich vor den erneut enttäuschenden Norwegern.

Startläufer Filbrich behielt die Spitze jederzeit im Blick, als er auf der zweiten Fünf-Kilometer-Schleife durch den Italiener Dietmar Noeckler in einen Sturz verwickelt wurde und entscheidend an Boden verlor. Dabei brach sogar ein Stück seines Skis heraus. Mit 36,8 Sekunden Rückstand auf die führenden Schweden schickte er als Zehnter seinen Kumpel Teichmann ins Rennen. „Ich habe noch versucht Schadensbegrenzung zu betreiben, aber Schweden war schon weg“, schilderte Filbrich die Situation in der ARD.

Der Bad Lobensteiner konnte auf seiner Runde drei Plätze gut machen, doch der Rückstand auf die Spitze wuchs auf fast eine Minute an. Angerer legte auf der ersten Skating-Schleife ein hohes Tempo vor und verkürzte den Abstand zu Platz drei deutlich, ehe er den Anstrengung Tribut zollen und abreißen lassen musste. Dotzler kam den Medaillenrängen auf dem Schlussabschnitt nicht mehr näher. (dpa)

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