Sport : „Langsam entwickelt sich was bei uns“

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Herr Bobic, jetzt applaudiert man Ihnen schon für Torvorlagen. Böse?

Ich sehe keinen Grund, unzufrieden zu sein. Meine Torausbeute ist zwar negativ geblieben, aber die ist mir scheißegal, wenn wir gewinnen. Entscheidend ist nur der Sieg.

Aus dem früheren Goalgetter ist ein Mannschaftsdiener geworden.

Das mache ich doch gerne. Die Jungs honorieren das mit Respekt mir gegenüber. Das war heute kein Gegner, den man im Vorübergehen schlägt.

Vor drei Wochen stand Hertha unten, heute ziemlich weit oben.

Das sagt nix. Noch ist alles wahnsinnig eng. Keine Angst, das verlieren wir nicht aus den Augen, aber nach zwei Siegen dürfen wir ein bisschen stolz auf uns sein.

Was ist wichtiger, das Ergebnis oder die Art und Weise, wie es zu Stande kam?

Beides ist wichtig. Wir haben ganz gut gespielt, und jeder sieht einen klaren Aufwärtstrend. Langsam entwickelt sich etwas bei uns.

Wie gefällt es Ihnen, als einzige Spitze zu spielen?

Als Solo-Stürmer musst du mehr ackern. Die Wege werden länger, aber dieses System funktioniert.

Aufgezeichnet von Michael Rosentritt

Fredi Bobic, 32,

hat in dieser Bundesliga-Saison erst ein Tor für Hertha BSC

erzielt. Dafür wird

der Stürmer mehr

und mehr zum

Torvorbereiter.

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