Lautern - Freiburg 1:0 : Lautern schießt Freiburg auf den letzten Platz

Dem 1.FC kaiserslautern gelingt Dank Itay Shechter ein 1:0-Sieg im Kellerduell gegen den SC Freiburg. Die Breisgauer sind nun Tabellenletzter.

Itay Shechter war nach seinem Treffer zum 1:0-Sieg auf dem Betzenberg der Mann des Tages.
Itay Shechter war nach seinem Treffer zum 1:0-Sieg auf dem Betzenberg der Mann des Tages.Foto: dapd

Viele Anhänger des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern legten beim Heimspiel gegen den SC Freiburg soziales Engagement an den Tag. Der Fanklub „Generation Luzifer“ sammelte am Samstag Becherpfand für karitative Projekte. Die Lauterer Profis dagegen waren sich selbst am nächsten und bewiesen kein Herz für die Bedürftigen aus dem Breisgau. Die Pfälzer gewannen vor 40.748 Zuschauern das durchaus ansehnlich geführte Duell der Abstiegsgefährdeten etwas glücklich mit 1:0 (0:0). Das Tor des Tages für die Lauterer erzielte Itay Shechter (75.) per Kopf.

„Wenn der Erfolg ausbleibt und mehrere Fehler wie beim 0:1 passieren, ist es normal, dass das an einem nagt. Es ist ein langer Weg, wir müssen mit Konsequenz weitermachen, dann wird es irgendwann belohnt“, sagte Gästetrainer Marcus Sorg dem Sender Sky. „Es war ein sehr intensives Spiel, beide Mannschaften haben unheimlich körperlich, diszipliniert und geduldig gespielt. Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr Druck gemacht, daher haben wir hochverdient gewonnen. Wir wussten, dass die Freiburger nicht die Kraft haben, das 90 Minuten durchzuhalten“, sagte sein Kollege Marco Kurz.

Beide Trainer hatten mit der gleichen Startformation antreten wollen wie am vergangenen Wochenende, als Kaiserslautern in Schalke gewann und Freiburg zuhause trotz guter Leistung gegen Hamburg verlor. Während SC-Coach Sorg zu keiner Änderung gezwungen war, musste sein Kaiserslauterer Kollege Marco Kurz aber Innenverteidiger Rodnei wegen dessen Rotsperre durch Mathias Abel ersetzen. Geschwächt wurde die Defensive der Pfälzer dadurch nicht.

Die personelle Umbesetzung im Abwehrzentrum war nicht der Grund dafür, dass die Gäste nach neun Minuten zur ersten großen Chance des Spiels kamen. Vielmehr ging der von Anton Putsila praktisch vom Elfmeterpunkt kläglich vergebenen Möglichkeit eine schöne Kombination über Papiss Cisse und Cedrick Makiadi voraus. Dessen perfekte Hereingabe von der Torauslinie aber nutzte der Weißrusse nur zu einem Schuss über das leere Ziel. Es war eine typische Szene, denn die Freiburger zeigten die reifere Spielanlage, waren mit ihrem Breisgau-Brasilianisch in Tornähe aber am Ende. Nach einer Ecke in der 34. Minute erwies sich Lauterns Torwart Kevin Trapp bei einem zunächst harmlos aussehenden Schuss aus 25 Metern von Julian Schuster auf dem Posten.

Auf beiden Seiten ließen die Abwehrreihen wenig zu. Es bedurfte daher auch auf der Gegenseite einer Standardsituation, dass die Badener einmal ernsthaft in Rückstandgefahr gerieten. Nach einer Ecke von rechts, wie immer ausgeführt von FCK-Kapitän Christian Tiffert, kam Außenverteidiger Dick zum Kopfball, Makiadi aber rettete für den geschlagenen Torwart Oliver Baumann auf der Linie. Das Glück des Tüchtigen stand Baumann auch in der 63. Minute zur Seite. Gerade hatte der Freiburger Keeper noch bravourös gegen Shechter zur Ecke geklärt, da musste ihm die Latte zur Hilfe kommen. Im Fallen kam der Israeli an der Fünfmeterlinie zum Schuss, der Ball sprang aber vom Aluminium vor die Torlinie und zurück ins Feld.

Die Aktion war so etwas wie eine Initialzündung für die Lauterer. Sie zeigten sich plötzlich engagierter und zielstrebiger und sahen ihre Mühen in der 75. Minute belohnt. Nach einem weiten Einwurf und einer Kopfballverlängerung segelte der Ball an die Fünfmeterlinie, wo Shechter höher sprang als Andreas Hinkel und die Kugel per Kopfballbogenlampe über Baumann zum 1:0 ins Netz beförderte. Shechter war auch Ausgangspunkt für die vermeintliche Entscheidung. Baumann hatte den Israeli im Strafraum zu Fall gebracht. Den Elfmeter aber schoss Tiffert so schwach, dass Baumann den Ball sogar festhalten konnte.

„Er war katastrophal geschossen, das ist mir klar. Wenn es im nächsten Spiel einen gibt, trete ich trotzdem an, weil ich weiß, dass ich ihn auf jeden Fall reinmache“, sagte der Fehlschütze. So blieb Shechter bis zum Schlusspfiff der einzige Torschütze des Tages. (dapd)

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