Sport : Lautern statt Wien

Franco Foda wird neuer Trainer beim Absteiger.

Foto: dapd
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Berlin - Franco Foda wird nach übereinstimmenden Medienberichten neuer Trainer beim 1. FC Kaiserslautern. „Ich freue mich auf die Herausforderung FCK“, sagte Foda am Dienstag dem Internetportal Sport1. Der Absteiger aus der Fußball-Bundesliga wird an diesem Mittwoch den Nachfolger von Krassimir Balakow vorstellen. Für 11.00 Uhr ist im Fritz-Walter-Stadion eine Pressekonferenz angesetzt.

Bis dahin werde sich der Verein nicht dazu äußern, sagte ein Sprecher. Foda war zuletzt 15 Jahre bei Sturm Graz als Spieler, Jugendtrainer, Assistenzcoach und Cheftrainer. Die Pfälzer hatten Balakow am Freitag entlassen. Der frühere bulgarische Nationalspieler hatte nach nur 57 Tagen im Amt seinen Platz räumen müssen, nachdem er sieben der letzten acht Saisonspiele mit der Mannschaft verloren hatte.

Foda war mit dem heutigen Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz 1990 im Trikot des 1. FC Kaiserslautern DFB-Pokalsieger geworden. Der 46-Jährige hatte auch ein Angebot von Austria Wien und sprach am Montagabend im österreichischen Sender Servus TV: „Es ist eine Grundsatzentscheidung, bleibe ich noch in Österreich oder gehe ich ins Ausland. Es gab gute Gespräche, beides sind sehr interessante Vereine.“ Er soll auch seinen bisherigen Co-Trainer Thomas Kristl mitbringen. Kuntz wollte Foda schon 2009 verpflichten. Doch der 46-Jährige blieb damals aus familiären Gründen lieber in Österreich.

In Graz feierte der gebürtige Mainzer große Erfolge, musste aber vorzeitig gehen, nachdem er seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte. Foda bestritt insgesamt 321 Bundesligaspiele unter anderem für Kaiserslautern, Bayer Leverkusen und Stuttgart und erzielte dabei 20 Tore. Den internationalen Höhepunkt seiner Laufbahn erlebte er 1987, als er im Rahmen einer Südamerika-Reise zu zwei Länderspiel-Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft kam.

Foda und Kuntz sind nun nach einer desolaten Rückrunde mit nur einem Sieg gefordert, eine schlagkräftige Zweitliga-Mannschaft zusammenzustellen, die die unmittelbare Rückkehr in die Bundesliga schafft. „Die neue Saison muss uns allen wieder Spaß machen. Das Motto muss heißen: Erste Liga – wir kommen!“, hatte Aufsichtsratschef Dieter Rombach bei der Mitgliederversammlung vor zwei Wochen angekündigt. dpa

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