Sport : Lauth trifft, trifft und trifft

Der Münchner schafft beim 3:1 gegen Bochum einen Hattrick

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München (Tsp). Benjamin Lauth hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Er schoss Tor um Tor, wurde in die Nationalmannschaft berufen, und dann traf er plötzlich nicht mehr – bis gestern. Denn da besiegte der Stürmer vom TSV 1860 München den VfL Bochum fast im Alleingang. Der 22Jährige erzielte am Samstag binnen 28 Minuten alle drei Tore zum 3:1 (0:1)-Sieg der Münchener.

Zunächst glich Lauth mit dem 1000. Treffer in der Bundesliga-Geschichte von 1860 in der 49. Minute die VfL-Führung durch Vahid Hashemian aus. Anschließend war er nach einem Zweikampf zwischen Raymond Kalla und Torben Hoffmann beim umstrittenen Foulelfmeter erfolgreich und sorgte dann mit seinem vierten Saisontor vor 18 000 Zuschauern im Münchner Olympiastadion für die Entscheidung. Der VfL Bochum musste nach sieben Spielen wieder eine Niederlage einstecken.

„Das war der Benny, den wir haben wollen“, sagte Falko Götz. Und dann glitt der 1860-Trainer ins Martialische ab. „Er ist richtig explodiert“, sagte Götz. Sein Bochumer Kollege Peter Neururer konnte sich über Lauths Treffsicherheit so gar nicht freuen. „Ich wäre froh gewesen, wenn er es bei dem 1000. Tor belassen hätte“, sagte Neururer. „Aber unsere Niederlage kam nicht überraschend und ist absolut verdient.“

Gegen die mit zuletzt neun Toren in drei Spielen angriffslustigen Bochumer verstärkte Götz seine Defensive mit einem Debütanten. Der 20-jährige Matthias Lehmann engte erfolgreich die Kreise von VfL-Regisseur Dariusz Wosz ein. 1860 war schon in der ersten Halbzeit überlegen. Doch erst nach dem Seitenwechsel begannen dann aber die Lauth-Festspiele. Nach einem Abschlag von seinem Torhüter Michael Hofmann ließ er Sören Colding und Frank Fahrenhorst stehen und erzielte per Flachschuss den Ausgleich. Das auf der Anzeigetafel mit einer goldenen 1000. gefeierte Tor beflügelte die Münchner erst recht. Markus Schroth (53.) und auch Görlitz (60.) vergaben allerdings gute Chancen. Der Mann für die Tore war eben in München gestern nur einer: Benjamin Lauth. Und die Fans von 1860 übersahen das nicht, forderten schließlich lautstark, dass Bundestrainer Rudi Völler ihren Liebling endlich wieder nominieren solle. Vielleicht klappt’s ja demnächst für Lauth wieder mit dem Bundestrainer. Die gestrige Vorstellung des jungen Müncheners zum Maßstab genommen, hätte Lauth eine Chance im Nationalteam verdient.

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