Sport : Lazio Rom rückt immer stärker ins Visier der Staatsanwälte

Rom - Der Klub des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose, Lazio Rom, gerät immer mehr ins Visier der Staatsanwälte, die im ausgedehnten Wett- und Manipulationsskandal im italienischen Fußball ermitteln. Der Staatsanwalt von Cremona, Roberto Di Martino, hat offenbar konkrete Beweise gesammelt, dass die Lazio-Spiele der Vorsaison beim FC Genua (4:2) und bei US Lecce (4:2) manipuliert gewesen sein könnten.

Der Verdacht der Ermittler wurde angeblich in den jüngsten Verhören des ehemaligen Kapitäns von Atalanta Bergamo, Cristiano Doni, und anderen Verdächtigten, darunter des Ex-Verteidigers des Zweitligisten Piacenza Calcio, Carlo Gervasoni, bestätigt. Lazio Rom wies den Verdacht der Beteiligung an Manipulationen entschieden zurück. „Der Klub hat mit diesem Skandal überhaupt nichts zu tun“, sagte Lazios Sprecher Stefano Di Martino.

Beim Duell Lecce gegen Lazio soll die internationale Betrügerbande sieben Lecce-Spieler bestochen haben. Das geht aus den Ermittlungsakten hervor. Allen wird Sportbetrug und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Sollten die Beweise ausreichen, drohen den Beschuldigten bis zu 17 Jahre Gefängnis. Miroslav Klose ist erst im vergangenen Sommer von Bayern München zu dem italienischen Hauptstadtclub gewechselt. Lazio-Spiele mit dem 33-jährigen Deutschen aus der laufenden Saison sind bislang nicht ins Visier der Fahnder geraten. sid/dpa

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