Sport : Lee dankt den Fans und freut sich auf Kassel

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Für Peter John Lee sind das keine leichten Tage in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Niemand bei den Berliner Eisbären setzt sich so stark unter Druck wie der Trainer. Ende Oktober brach Lee beim Spiel gegen die Kölner Haie zusammen. Magenbeschwerden, psychosomatisch bedingt. Damals wie in den letzten Wochen stand Lee in der Kritik, noch am Sonntag war für den Fall einer Niederlage gegen Augsburg seine Entlassung erwartet worden. Die Eisbären siegten 4:3, und zwei Tage später wurde Lee in Sprechchören gefeiert. "Wir wolln den Trainer sehen", grölten die Eisbären-Fans noch eine Viertelstunde nach dem 3:2-Sieg über die Mannheimer Adler. Lee hat lange gewartet, dann ist er doch aus der Kabine gekommen und hat sich bedankt. "In diesem Beruf musst du dich damit abfinden, dass sie dich mal zur Hölle wünschen und dann wieder feiern", sagt der Kanadier. Er weiß nur zu gut, dass die Jubler von gestern die Kritiker von morgen sein können. Der Kampf um Platz acht ist hart. Morgen treten die Eisbären bei den Kassel Huskies an, der vielleicht unbequemsten DEL-Mannschaft überhaupt. "Wenn wir so spielen wie gegen Mannheim, ist auch da was zu holen", sagt Lee. Viel wichtiger sei aber etwas anderes: "Wir müssen endlich wieder zu unserer Heimstärke finden." So wie im vergangenen Jahr. Da kassierten die Eisbären im Sportfroum gerade vier Niederlagen und beendeten die DEL-Hauptrunde als Zweiter.

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