LEERE RÄNGE  bei Olympia : „Wir wollen absolut jeden Platz besetzen“

Sicherheitsabstand.
Sicherheitsabstand.Foto: REUTERS

Die Bilder sind bekannt von anderen großen Sportveranstaltungen, und dennoch verwundern sie stets aufs Neue. Obwohl Wettbewerbe offiziell als ausverkauft vermeldet werden, gibt es auch in London wieder viele freie Sitze auf den Zuschauerrängen. Am ersten Wettkampftag zu sehen beispielsweise beim Turnen oder Volleyball, im Aquatics Centre der Schwimmer und sogar in Wimbledon, wo Tennis vor leeren Rängen normalerweise so ungewöhnlich ist wie der Turniersieg eines Briten. Die Organisatoren haben das Problem erkannt und es umgehend zur Chefsache erklärt. „Unsere Position ist ganz klar. Wir wollen absolut jeden Platz besetzen“, sagte der Vorsitzende des Britischen Olympischen Komitees, Colin Moynihan.

Von den 8,8 Millionen Tickets für die Spiele wurden 6,6 Millionen in Großbritannien verkauft. Rund fünf Prozent der Plätze sind reserviert für Offizielle und Sponsoren. Und oft sind es genau diese Sitze, die frei bleiben. Dabei hatte Organisationschef Sebastian Coe vor Beginn der Spiele noch erklärt, er werde Firmen öffentlich nennen, die ihre Sitzplatzkontingente nicht in Anspruch nehmen würden. Sportminister Jeremy Hunt forderte nun pragmatisch: „Wenn diese Leute nicht erscheinen, müssen die Sitze für die Öffentlichkeit freigegeben werden.“ Einen konkreten Vorschlag von Moynihan gibt es bereits: Sollten Plätze nicht innerhalb von 30 Minuten nach Beginn der Veranstaltung besetzt sein, sollten diese interessierten Fans angeboten werden. Leo

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