Sport : Lehmann schaut beim Rekordsieg zu Arsenal fegt Slavia Prag 7:0 vom Platz

London - Sein verbaler Angriff auf den Trainer hat Jens Lehmann nicht viel geholfen. Arsene Wenger ließ den deutschen Fußball-Nationaltorwart beim 7:0 der Londoner in der Champions League gegen Slavia Prag auch am Dienstagabend auf der Ersatzbank. „Es besteht überhaupt keine Absicht, irgendjemanden zu demütigen. Ich habe wiederholt gesagt, wie sehr ich Jens schätze“, sagte der Franzose. Lehmann hatte nach seiner Degradierung beim englischen Spitzenklub erklärt, „man sollte Spieler nicht zu lange demütigen“.

Das Boulevardblatt „The Sun“ sieht für den 37-Jährigen keine Zukunft mehr in London und wertete am Mittwoch dessen Aussagen als Fehler. „Blödmann Lehmann wird es nicht mehr lange machen“, schrieb das Blatt. Wenger ließ sich in der seit Wochen schwelenden Torhüterfrage erneut nicht in die Karten schauen und sprach lieber über den historischen Kantersieg. „Alles andere ist vielleicht für die Zeitungen interessant, aber nicht so wichtig.“ Lehmann hatte „seinem lieben Trainer“ erklärt, „sich nicht zu lange demütigen zu lassen“ und damit Spekulationen über einen vorzeitigen Wechsel Nahrung gegeben. „Ich weiß nicht, wie es dazu kam, aber darüber werde ich mich mit ihm unterhalten“, sagte Wenger.

Mit dem 7:0 (3:0) stellte Arsenal den Rekordsieg in der Champions League von Juventus Turin (2003 gegen Olympiakos Piräus) ein. Die englischen Zeitungen feierten vor allem den 18 Jahre alten „Superkid“ („The Mirror“) Theo Walcott, der zwei Treffer erzielte. „Elektrischer Walcott schießt Arsenal in siebten Himmel“, titelte der „Guardian“. dpa

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