Leichtathletik : Breuer weist Dopingvorwürfe zurück

Die ehemalige 400-Meter-Läuferin Grit Breuer hat die gegen sie vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) erhobenen Dopingvorwürfe zurückgewiesen. Sie betonte, sie sei nie positiv getestet worden.

Hamburg - "Das sind ganz vage Verdachtsmomente, die ungeprüft in die Öffentlichkeit lanciert wurden", sagte der Magdeburgerin in einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt Sonntags". Sie sei "bestürzt und überrascht, weil ich seit anderthalb Jahren nicht mehr aktiv bin".

Der DLV hatte im November ein sportrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Breuer und 800-Meter-Olympiasieger Nils Schumann wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen eingeleitet. Die beiden Verfahren basieren auf Anhaltspunkten aus der Einsicht in Akten des Strafprozesses gegen den wegen Dopings einer Minderjährigen verurteilten Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein. Springstein ist auch Breuers Lebensgefährte und trainierte 2003 und 2004 Schumann. Breuer erklärte ihre Karriere am 28. Dezember 2005 für beendet und arbeitet mittlerweile in der Hotelbranche.

Die 34-Jährige krisisierte im "Hamburger Abendblatt Sonntags": "Wenn man sich im deutschen Hochleistungssport bewähren möchte, begegnet einem unweigerlich Misstrauen. Ich wünsche mir mehr Fairness im Umgang mit Sportlern aus dem Osten Deutschlands." Sie betonte, sie sei nie positiv getestet worden. Breuer hat auch den Internationalen Leichtathletik-Verband IAAF auf 300.000 Euro Schadensersatz verklagt. Diese Summe, behauptet sie, habe sie durch eine Sperre zwischen 1993 und 1995 eingebüßt. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben