Sport : Leichtathletik: Dem Istaf ist kein Messias erschienen

Jörg Wenig

In den nächsten Tagen könnte es beim Leichtathletik-Sportfest Istaf zu Personalentscheidungen kommen. In der Folge der gravierenden Meinungsverschiedenheiten zwischen den drei Gesellschafter-Klubs Berliner SC, Olympischer SC und SC Charlottenburg hatte sich letzterer Klub durchgesetzt und eine nicht unumstrittene öffentliche Neuausschreibung aller Stellen mit Ausnahme der Sekretärin erreicht. Aus Kostengründen gab es aber nur eine Anzeige in der "Welt", in der vier Positionen ausgeschrieben wurden. Die Annonce erschien in der Weihnachtsausgabe der Zeitung, doch ein Messias ist den Istaf-Gesellschaftern daraufhin nicht erschienen. Die Resonanz soll sich in gut überschaubaren Grenzen halten.

Ausgeschrieben wurden die Stellen für Marketing und Medien, Programmentwicklung, Veranstaltungsmanagement sowie Finanzen und Administration. Nur bei letzterer Position handelt es sich dabei um eine hauptamtliche Tätigkeit. Nachdem am Donnerstag Abend eine angesetzte Gesellschafterversammlung kurzfristig platzte, weil sich ein Vertreter des OSC verspätet hatte, bedürfen die Personalentscheidungen einer baldigen Klärung. Es ist sehr gut möglich, dass dann auf die vorhandenen Kapazitäten zurückgegriffen wird. Für die Medienarbeit war beispielsweise bereits seit mehreren Jahren Christian Fürstenwerth zuständig, für den Posten Programmentwicklung (u.a. Verpflichtung der Topathleten) war Christoph Kopp als Nachfolger von Rudi Thiel vorgesehen. Kopp vertrat das Istaf zuletzt bereits gegenüber dem Welt-Leichtathletik-Verband IAAF. Für diesen Posten haben Kreise des SCC danach jedoch auch Stéphane Franke ins Spiel gebracht. Der SCC hofft dadurch wohl auch, Franke als Trainer für den Klub zu erhalten.

In erster Linie am SCC scheiterte zuletzt auch eine Einigung mit dem Demmel-Vorgänger Michael John, der für den Bereich Finanzen und Administration zur Verfügung stünde. Der als Geschäftsführer abgesetzte und gekündigte John hat inzwischen fristgemäß rechtliche Schritte gegen die Istaf-GmbH eingleitet. Sollten die drei Vereine bei der Besetzung der Positionen nicht vorankommen, könnte Geschäftsführer Jürgen Demmel die Stellen auch in Eigenregie besetzen. Ansonsten spricht angesichts der Struktur mit vier Stellen einiges dafür, dass sich Jürgen Demmel in einer Übergangszeit mehr und mehr von der aktiven Funktion des Istaf-Geschäftsführers zurückziehen wird.

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