Sport : Leichtathletik: Der Weg der Deutschen nach Edmonton

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Maximal drei Starter kann der Deutsche Leichtathletik-Verband pro Disziplin für die Weltmeisterschaften nominieren. Wer beim Europacup Erster oder Zweiter wird und zusätzlich irgendwann vor der Nominierungsfrist am 2. Juli die Normzeit, -höhe oder -weite des Weltleichtathletikverbandes IAAF erreicht hat, der ist qualifiziert. Generell geht es aber nach Leistungen, nicht nach Platzierungen. Mit Ausnahme der technischen Disziplinen, in der die IAAF die Teilnehmerfelder begrenzen möchte, sind die internationalen Normen weniger anspruchsvoll als die deutschen. Über 100 m der Männer liegt der internationale Wert zum Beispiel bei 10,26 Sekunden, der nationale bei 10,20 Sekunden.

Wer nicht für den Europacup nominiert wurde, der muss die deutsche A- und B-Norm erfüllen. Dies wäre über 100 m 10,20 beziehungsweise 10,26 Sekunden. Nur im Langstrecken- und Mehrkampfbereich reicht eine einmalige Erfüllung der deutschen A-Norm. Gewisse Ausnahmen sind jedoch möglich. Wer die A-Norm hat, die B-Norm aber kein zweites Mal erfüllt, wird nominiert, wenn er mit der Leistung bis zum 2. Juli unter den besten zehn der Welt ist. Ein perspektivenreicher Athlet der Jahrgänge 1977 und jünger kann ebenso wie ein Medaillengewinner bei der EM der unter 23-Jährigen nominiert werden, sofern die IAAF-Norm erreicht wurde. Bei Krankheit oder Verletzung gibt es eine Härtefall-Regelung.

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