Sport : Leichtathletik: Die Deutschen steigern sich

München - Deutschlands Leichtathleten haben auf dem Weg zur Weltmeisterschaft Ende August in Osaka in Speerwurf-Europarekordlerin Christina Obergföll sowie Hochsprung-Hoffnung Eike Onnen zwei neue Siegertypen entdeckt. Die Männer um Stabhochspringer Tim Lobinger verpassten als Zweite hinter den punktgleichen Franzosen den Gesamtsieg beim Europacup am Wochenende in München vor allerdings trister Kulisse nur knapp. Die Frauen mussten sich als Dritte Russland und Frankreich geschlagen geben. Mit insgesamt sechs Einzelsiegen revanchierte sich das Team des Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für den blamablen Auftritt im vergangenen Jahr in Malaga, als die Männer auf Platz acht und die Frauen auf Platz fünf abgestürzt waren.

Am Sonntag holten Lobinger, dem 5,70 Meter zum ersten Platz reichten und der Tübinger Filmon Ghirmai über 3000 Meter Hindernis die Siege für den DLV. „Es war ein Mordsspaß“, sagte Lobinger. Nach Carsten Schlangens (Berlin) Einbruch über 3000 Meter und dem Sieg des Franzosen Bouabdellah Tahri in der vorletzten Disziplin hatten die DLV-Männer ihre Führung eingebüßt.

Mit insgesamt 25 000 Zuschauern an beiden Tagen bot das große Olympiastadion bei strahlendem Sonnenschein ein trauriges Bild. „Geben wir dieser Mannschaft ein bisschen Vertrauen und reden wir sie nicht immer schlecht“, sagte der Leitende Bundestrainer Jürgen Mallow. Für DLV-Präsident Clemens Prokop ist der Generationswechsel vollzogen: „Wir haben hier ein fast komplett anderes Team wie bei der EM 2002 in München.“ Was die Leistungen in München – wo einige internationale Asse fehlten – wirklich wert sind, wird sich bei der WM in Japan zeigen. dpa

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