Leichtathletik : Frankreich gewinnt Team-Challenge

Berlin fliegt – und Frankreich mit. Deutschland verpasst den Sieg-Hattrick bei der Team Challenge vorm Brandenburger Tor.

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Die dritte Auflage von „Berlin fliegt!“, dem Mannschafts-Länderkampf aus Weitsprung (Frauen/Männer) und Stabhochsprung hat nach den beiden Siegen in den Vorjahren überraschend nicht der Gastgeber gewonnen. Die
Deutschen waren mit dem besten Trio, was sie derzeit in den drei genannten Disziplinen zur Verfügung haben, angetreten – Stabhoch-Weltmeister Raphael Holzdeppe, der WM-Sechste Christian Reif und die WM-12. Sosthene Moguenara wollten auf der Kunststoffanlage auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor ihren Titel verteidigen. Das aber verpassten sie am Ende klar. Vier Durchgänge gab es in jeder Disziplin, jeder Versuch ging in die Wertung ein und wurde mit Punkten bedacht. Ungültige freilich mit null Zählern, was am Ende ein wichtiger Faktor war. So sammelten Les Bleus 31 Punkte, gefolgt von Deutschland(26), Russland (19) und den USA (17). Das wurde mit 24 000, 12 000 und 9000 Euro (Gesamtdotierung 55 000 €) für die ersten drei Teams honoriert.

Eifrigster Punktesammler für den Gastgeber war Weitspringer Christian Reif, der in den vier Durchläufen dreimal Bester (je 4 Punkte) und einmal Dritter war. Dagegen musste sich Weltchampion Raphael Holzdeppe mit einem Erfolg (5,53 m) begnügen und konnte danach mit drei Nullern nichts mehr zur deutschen Punktausbeute beitragen. Mit verantwortlich waren dafür vor allem die wechselnden Windbedingungen, die insgesamt sportlich nur wenig anspruchsvolle Ergebnisse zuließen. Das war kaum schlagzeilenträchtig und konnte somit nicht unbedingt für den zuvor in die Medien getragenen Gedanken einer Serie solcher Events in mehreren Weltmetropolen (Moskau, Los Angeles, Peking, Paris, London) werben. DLV-Präsident Clemens Prokop ließ sich davon aber die Laune nicht verderben: “Super Stimmung, super Wettkämpfen, super Zuschauer, super Feeling – das war Werbung für die Leichtathletik. Dafür muss es nicht jedes Mal Weltrekorde geben.“

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